Chance für SJJ und die anderen

Während EM-Leader Travaglia einen Lauf zur italienischen Meisterschaft bestreitet, könnten v.a. Vorjahresmeister Jean-Joseph und Fiat-Pilot Basso Punkte aufholen.

8. Juli 2005

Michael Heimrich

Chance für SJJ und die anderen

Drei EM-Läufe wurden in dieser Saison ausgetragen und jedesmal nahm ein anderer Fahrer den Siegerpokal entgegen. Nach dem siegreichen Saisonauftakt bei der Rallye 1000 Miglia, entschloss sich der Europameister von 2002 bei den Veranstaltungen in Polen und Belgien teilzunehmen. Auf dem polnischen Schotter konnte der Italiener noch fünf Pünktchen ergattern, aus Ypres musste der 39-jährige jedoch ohne Punkte abreisen. Trotzdem behauptet der Renault-Pilot die Führung in der Europameisterschaft nach drei Läufen und wird diese auch nach der Rallye Bulgarien nicht abgeben.

Travaglia bestreitet am kommenden Wochenende die Rallye Internazionale San Martino di Castrozza, einen Lauf zur italienischen Meisterschaft und verzichtet auf die Teilnahme rund um Borovetz. Somit steigen die Chancen für die anderen EM-Piloten, die bei der Rallye Bulgarien teilnehmen werden. Relativ glücklos agierte bisher der amtierende Europameister Simon Jean-Joseph, der in Belgien die ersten drei Punkte einfahren konnte. „Die Chancen auf einen Sieg sind hier deutlich höher, als bei den ersten drei Meisterschaftsläufen“, sagte der Renault-Pilot. „Ich mag die Prüfungen, im letzten Jahr lief alles nach Plan. Die Prüfungen sind sehr schnell, eng und voller Schlaglöcher. Die Streckenführung wurde vom letzten Jahr übernommen und so können wir auf vorhandene Streckenkenntnis zurückgreifen.“

Wenn am Freitag Abend die 36. Ausgabe der Rallye Bulgaria mit der Zuschauerprüfung in Borovetz beginnt, muss Fiat-Pilot Giandomenico Basso diesen Nachteil wegstecken. Der Italiener konnte wie sein direkter Konkurrent Jean-Joseph nach drei Meisterschaftsläufen lediglich drei Meisterschaftspunkte ergattern und hofft auf den rutschigen Wertungsprüfungen sein Punktekonto zu verbessern. Mit einer ähnlichen Zielsetzung reisen auch die drei polnischen Teams an. Während Michal Solowow (Renault Clio S1600) bei den bisherigen EM-Läufen eine durchwachsene Leistung bot, konnte der 18-jährige Michal Kosciuszko (Suzuki Ignis) bei der Ypres sein Potenzial andeuten. Subaru-Pilot Leszek Kuzaj dagegen konnte nach seinem schweren Unfall in der polnischen Meisterschaft bisher nicht überzeugen.

Doch nicht nur die EM-Teilnehmer zählen zum Favoritenkreis. Der Grieche Gikas im Clio S1600, sowie die einheimischen Fahrer wie Krum Donchev, Dimitar Iliev und Jasen Popov könnten für eine Überraschung sorgen.

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