Nur eine Woche nach der Rallye Oberehe geht es im Ravenol Deutschen Rallye Cup weiter. Am 29. August steht die AvD Niederbayern-Rallye rund um Außernzell auf dem Programm. Drei unterschiedliche Wertungsprüfungen, darunter ein Rundkurs, werden jeweils zweimal gefahren. Insgesamt warten 67 Kilometer gegen die Uhr, vollständig auf Asphalt.
Die Veranstaltung ist für ihre schnellen Prüfungen bekannt. Breite Landstraßen und hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten unterscheiden Niederbayern deutlich von vielen anderen Läufen im DRC-Kalender.
Angeführt wird das Feld der 56 genannten Teams von Manuel Kößler und Benedikt Hofmann im Hyundai i20 Rally2. Eine besondere Startnummer trägt Niki Schelle: Gemeinsam mit Melanie Kalinke startet er im Citroën C3 Rally2 mit der Nummer 60 – als nachträglicher Gruß zu seinem Geburtstag.
Dahinter folgen Markus Ederer und Stella Winnik im BMW M3 sowie Wolfgang Irlacher und Regina Miedl im Peugeot 208 Rally4. Christian Allkofer und Kathi Götzenberger gehen im Renault Clio ART ins Rennen. Nach zwei zweiten Plätzen 2023 und 2024 sowie Gesamtrang vier im vergangenen Jahr gehört das Duo erneut zu den Kandidaten für eine Überraschung.
Schnelle Strecken kommen Kurz entgegen
Auch Jochen Kurz und Daniela Weinert wollen im BMW M3 wichtige DRC-Punkte sammeln. Kurz freut sich besonders auf den Charakter der Rallye.
„Statt auf kleinen Nebenstraßen oder Landwirtschafts- und Forstwegen geht es in Niederbayern eher über breite Landstraßen“, sagt er. „Das kommt unserem Auto entgegen. Da kann man auch mal die oberen Gänge ordentlich benutzen. Kurz gesagt: schnell, schneller, Niederbayern.“
Auf Wiedergutmachung hofft Lars Schwarzmannseder. Im vergangenen Jahr musste er nach einem schweren Motorschaden aufgeben. Diesmal startet er gemeinsam mit Angelika Hornung in einem neu aufgebauten Renault Clio 3 RS in der mit 22 Teams stark besetzten NC3.
„Die Saison begann mit einigen technischen Ausfällen ziemlich holprig. Inzwischen funktioniert aber alles“, sagt Schwarzmannseder. „Am Samstag wollen wir vor allem endlich das Ziel sehen.“
Kolleth plant langfristig mit dem DRC
Seinen ersten Einsatz mit einem selbst aufgebauten Suzuki Swift Sport bestreitet Danny Kolleth. Gemeinsam mit Sebastian Lange nutzt er die Rallye vor allem, um das Auto einzufahren und selbst wieder in den Rhythmus zu kommen.
„Unser Ziel ist zunächst, anzukommen und dann zu schauen, was in der Klasse möglich ist“, sagt Kolleth. Seine weitere Planung richtet sich bereits auf die Saison 2027.
Besonders angetan zeigt er sich vom Konzept des DRC. „Als Neuling wird man direkt herzlich aufgenommen. Es ist eine Familie, die sich gegenseitig unterstützt und bei der die Teams nicht nur an sich denken.“
Raimann peilt die Top Ten an
Tim Raimann und Tizian Ort könnten sich mit einem starken Ergebnis in die Top Ten der DRC-Gesamtwertung schieben. Nach einem reparaturintensiven Überschlag im Hunsrück wollen sie im BMW E36 der Klasse NC8 wieder angreifen.
„Mir liegen die schnellen Asphaltstraßen“, sagt Raimann. „Gegen die schnellen Lokalmatadoren wird es trotzdem nicht einfach.“
Für die DRC-Teams beginnt damit eine intensive Phase. Nach Niederbayern folgt bereits eine Woche später die Rallye Ostwestfalen.

