Rallyeleiter Remo Palm: „Wir träumen immer von 100 Startern, aber mit 90 sind wir gut zufrieden. Ganz besonders freut uns die ausgezeichnete Qualität des Starterfeldes. 9 Rally2- und R5-Autos hat wohl noch keine Rallye 70 erreicht.“
Beim dritten Lauf zum Schotter-Cup wollen Dark Liebehenschel (Skoda Fabia) und der Schwede Stig Andervang (Hyundai i20) ihre Sekundenduelle von Wittenberg und Nordhausen fortsetzen. Als dritter Top-Favorit wird der zweimalige Holländische Meister Dennis Rostek seinen Skoda Fabia nicht nur für die Lausitz-Rallye testen, sondern auch seinen zweiten Schotter-Sieg (nach Holsten 2024) anpeilen.
Aufs Podium möchte auch das Skoda-Trio mit Herbert Lösch (siebenmal Zweiter im Schotter-Cup), Thomas Lorenz (Vorjahreszweiter in Schmiedeberg) und dem Tschechen David Tomek (Dritter bei der Roland-Rallye). Schließlich sind auch die finnischen Haudegen Petri Reinikainen (Ford Fiesta) und Saku Vierimaa (Hyundai i20) auf Schotter immer gut für ein starkes Ergebnis.
Nicht weniger als 15 Mitsubishi und Subaru kämpfen um den Sieg in der Klasse NC1, wobei DSRC-Tabellenführer Raphael Ramonat (Evo 10) und der junge Finne Rasmus Tuominen (Evo 9) als heißeste Sieganwärter gelter. Hochkarätig ist auch die Klasse RC4 besetzt; hier treffen Fabian Schulze (Peugeot 208), der zurzeit im Mitropa-Cup glänzt, sein Markenkollege Tom Kässer, DRM2-Sieger von 2024, und der Lokalmatador Patrick Pusch (Opel Corsa), zurzeit DRM2-Spitzenreiter, aufeinander und werden die Fronttriebler-Wertung unter sich ausmachen. Bei den Hecktrieblern wird ein Duell zwischen Peter Bleyl (M3) und Ronny Broda (318is) erwartet.
Neben 52 Teams aus dem Schotter-Cup kämpfen auch 43 Teams aus den ADMV-Meisterschaften um Punkte und Pokale. Alle aktuellen Spitzenreiter haben sich angemeldet: Torsten Brunke im VW Golf 3 (Meisterschaft), Norbert Meyer im Volvo 940 (Pokal, Berlin-Brandenburg, Sachsen-Anhalt), Pierre Günther im Honda Civic (Sachsen), Yannik Keller (U25), sein Vater Mario Keller (Trabant-Cup) und Rolf Glöckner-Goldmann im BMW 318 (Histo-Cup). Drei Trabant 601, fünf Lada VFTS und ein Moskwitsch halten die Erinnerung an frühere Zeiten wach.
Die Rallye umfasst in diesem Jahr zwei identische Schleifen mit je drei Wertungsprüfungen, wobei alle Strecken neu zusammengestellt sind. Den Auftakt macht die Prüfung durch den Meuroer Wald mit 8 km. Der Rundkurs um den Golmer Berg ist diesmal kürzer als gewohnt, kommt aber mit einer langen Ausfahrt auf 13 km. Als dritte Prüfung steht ein 9-km-Sprint bei Trebitz auf dem Programm. Insgesamt liegen 61 WP-Kilometern mit einem Schotteranteil von 85% vor den Fahrern, die Gesamtlänge beträgt nur 153 km. 45 Minuten vor der Rallye 70 startet die Histo-Rallye.
Dreh- und Angelpunkt der Rallye ist wieder das Dorf Meuro, 5 km westlich von Bad Schmiedeberg. Im Mittelpunkt steht das Festzelt neben Gemeindehaus und Feuerwehr. Im Zelt findet am Freitag ab 16 Uhr die Technische Abnahme mit Fahrervorstellung statt, am Samstagabend läuft ab 20 Uhr die Rallye-Party mit Disco, die gegen 22 Uhr für die Siegerehrung unterbrochen wird. Natürlich ist das Zelt auch Anlaufstelle für alle, die Hunger und Durst verspüren.
Am Rande des Nachbardorfs Ogkeln liegt die zentrale Zuschauerzone. Dort führen der Rundkurs 2+5 sowie die Wertungsprüfung 3+6 entlang, so dass die Fans jedes Autos sechsmal erleben – ohne Standortwechsel! Zum Service zählen hier Imbiss, Toiletten, Streckenreportage und das traditionelle Rallye-Veteranen-Treffen. Die Stadt Bad Schmiedeberg erlebt zwei repräsentative Auftritte des Rallye-Feldes vor dem Kurhaus: am Samstagmittag bei Show-Start (Histo ab 12:00 Uhr, Rallye 70 ab 12:45 Uhr) und ab 17:30 (Histo) bzw. 18:10 Uhr (Rallye 70) bei der Zielankunft.
Nach der Absage der Saarland-Pfalz-Rallye wegen der extremen Trockenheit hat sich durch die niedrigen Temperaturen und ein wenig Regen die Brandgefahr verringert; dennoch appelliert Rallyeleiter Remo Palm an alle Zuschauer und Helfer, im Wald und in der Feldmark keinesfalls zu rauchen oder mit offenem Feuer oder Pyrotechnik zu hantieren.
Teilnehmerliste und Live-Zeiten unter www.tw-sportsoft.de und www.msc-badschmiedeberg.de





