Land der 1000 Hügel Rallye

Drei Fahrer, ein Titel: ORM-Finale verspricht Hochspannung

Hermann Neubauer, Michael Lengauer und Simon Wagner reisen mit realistischen Titelchancen zum Saisonfinale der Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft. Bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye kann selbst die Power Stage noch über den Meister entscheiden.

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26. August 2026

Michael Heimrich

Drei Fahrer, ein Titel: ORM-Finale verspricht Hochspannung

Die Ausgangslage vor dem Finale der Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft (ORM) könnte enger kaum sein. Hermann Neubauer führt die Tabelle mit 112 Punkten an, Michael Lengauer folgt mit 106 Zählern, Simon Wagner liegt mit 101 Punkten auf Rang drei.

Damit haben alle drei Fahrer bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye in Krumbach am Wechsel noch Chancen auf den Titel. Zusätzliche Brisanz bringt die Power Stage, auf der fünf Bonuspunkte vergeben werden.

Neubauer reist mit der besten Ausgangslage an. Der Salzburger gewann zuletzt in Judenburg und Weiz und hat den Titel damit selbst in der Hand. Ein Sieg reicht in jedem Fall zur Meisterschaft. Je nach Ergebnis seiner Konkurrenten könnten aber auch Rang zwei oder drei genügen.

Ganz anders sieht es bei Simon Wagner aus. Der mehrfache Staatsmeister gewann in dieser Saison bereits vier Rallyes, leistete sich jedoch zwei Nullrunden. Deshalb ist er trotz seiner Siegesserie auf Schützenhilfe angewiesen. Selbst ein Erfolg inklusive Power-Stage-Bestzeit garantiert ihm den Titel nicht automatisch.

Wagner kennt das Finale in Krumbach allerdings bestens. 2023 sicherte er sich auf der Power Stage seinen dritten Meistertitel in Folge. Neubauer verbindet mit Schlussprüfungen dagegen auch schmerzhafte Erinnerungen: Mehrfach verlor er in den vergangenen Jahren Entscheidungen erst auf den letzten Kilometern.

Michael Lengauer könnte die große Überraschung gelingen. Der Oberösterreicher hat in dieser Saison noch keine Rallye gewonnen, liegt aber nur sechs Punkte hinter Neubauer. Mit einem Sieg und einem besseren Power-Stage-Ergebnis als der Tabellenführer könnte er aus eigener Kraft erstmals Staatsmeister werden.

Auch ungewöhnliche Szenarien sind möglich. Sollten Neubauer und Wagner ausfallen, könnte Lengauer theoretisch sogar mit einer deutlich schlechteren Platzierung zum Titel fahren. Genau diese Konstellationen machen das Finale besonders unberechenbar.

Eine wichtige Rolle könnte zudem Lokalmatador Luca Waldherr spielen. Schon ein starker Auftritt auf der Power Stage könnte reichen, um sich zwischen die Titelanwärter zu schieben und damit die entscheidenden Punkte zu verschieben.

Der Saisonabschluss verspricht deshalb nicht nur einen Dreikampf um den Gesamtsieg, sondern vor allem eine Rechenpartie bis zur letzten Prüfung. In Krumbach kann am Ende ein einzelner Punkt oder eine Zehntelsekunde darüber entscheiden, wer Österreichischer Rallye-Staatsmeister 2026 wird.

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