Wilson baut Kubica wieder auf

Für Robert Kubica begann die Rallye Monte Carlo mit zwei beeindruckenden Bestzeiten, endete aber nach einem Unfall vorzeitig. M-Sport-Chef Malcolm Wilson ist von der Leistung seines Neuzugangs dennoch begeistert.

18. Januar 2014

Michael Heimrich

Wilson baut Kubica wieder auf

„Es gab einen plötzlichen Wechsel der Gripverhältnisse“, schilderte Kubica. „Wir wussten, dass ich vorsichtig fahren musste, denn wir hatten die Stelle nach einem Hinweis unserer Eisspione markiert. Aber leider habe ich die Veränderung falsch eingeschätzt. Kurz vor der Unfallstelle war der Grip noch sehr gut, es lag dort jedoch auch viel Matsch auf der Strecke. Ich lenkte in die Kurve ein, aber das Auto untersteuerte und wir trafen mit der Front eine Brücke und rutschten eine Böschung hinab. Das war leider das Ende unserer Rallye.“
  
Teamchef Malcolm Wilson versuchte seinen sichtlich geknickten Schützling wieder aufzubauen. „Ich kann verstehen, wie sich Robert heute Nacht gefühlt hat. Bei unserem Gespräch war er extrem enttäuscht und Robert hatte das Gefühl, dass er das Team im Stich gelassen hat. Aber das ist nun wirklich nicht der Fall. Ganz im Gegenteil. Wir sind mit seiner Leistung absolut zufrieden und das gesamte Team steht zu 100 Prozent hinter ihm“, erklärte Wilson.

Der M-Sport-Chef ist von der Leistung Kubicas sichtlich beeindruckt. „Ich hätte nie erwartet, dass er die Rallye anführen wird, besonders nicht mit so einem Abstand als alle auf den selben Reifen fuhren“, sagte Wilson. „Robert wollte nur noch ins Ziel kommen und ist nach seinem Ausfall natürlich umso mehr enttäuscht, denn er weiß, dass er für das nächste Jahr mehr Erfahrungen braucht. Es wird noch eine Menge mehr von ihm kommen, aber durch seine Monte-Führung hat er aus meiner Sicht eines der beeindruckendsten Debüts überhaupt geschafft.“

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