Wenn Sebastien Ogier in dieser Woche bei der Rallye Chile startet, erreicht er eine Marke, die bislang nur Jari-Matti Latvala vorbehalten war. Der Franzose kommt auf seinen 213. Einsatz in der Rallye-Weltmeisterschaft und zieht damit mit seinem früheren Teamkollegen und heutigen Toyota-Teamchef gleich.
Ogiers WRC-Karriere begann 2008 bei der Rallye Mexiko. Noch im selben Jahr gewann er die Junior-Weltmeisterschaft und bekam beim Saisonfinale in Wales seine erste Chance im Citroen C4 WRC. Gleich auf der ersten Wertungsprüfung setzte er die Bestzeit. 18 Jahre später liest sich seine Bilanz entsprechend eindrucksvoll: 69 WRC-Siege, 119 Podestplätze und seit dem vergangenen Jahr neun WM-Titel. Damit liegt Ogier auch in dieser Statistik gemeinsam mit Sebastien Loeb an der Spitze.
Erfolgreich auch im Teilzeitprogramm
Bemerkenswert ist vor allem, wie lange Ogier auf höchstem Niveau geblieben ist. Nach seinem achten Titel 2021 verabschiedete er sich aus dem Vollzeitprogramm, verschwand aber keineswegs aus dem Kampf um Siege.
Im vergangenen Jahr gewann Ogier sechs seiner elf Starts und holte trotz drei ausgelassener Rallyes erneut den WM-Titel. Einer dieser Siege gelang ihm in Chile, wo er Elfyn Evans um 11,0 Sekunden schlug.
Es war Ogiers erster Erfolg bei diesem WM-Lauf. Schon 2019 hatte er bei der Premiere in Chile den zweiten Platz belegt, 2024 war seine Rallye dagegen nach Reifenschaden und anschließender Aufhängungsbeschädigung entgleist.
Paraguay abhaken, Chile genießen
In diesem Jahr kommt Ogier mit gemischten Gefühlen nach Südamerika. Siege auf den Kanaren und bei der Akropolis stehen einem schwierigen Auftritt in Paraguay gegenüber, wo zwei Reifenschäden am Freitag seine Chancen auf ein Spitzenergebnis früh zerstörten. „Paraguay war eine schwierige Rallye, wie für viele andere auch. Jetzt müssen wir einfach nach vorne schauen“, sagt Ogier.
Für Chile hofft er auf berechenbarere Bedingungen und einen engeren sportlichen Vergleich. „Es ist eine Rallye, bei der die Bedingungen hoffentlich konstanter sind und wir einen fairen Kampf zwischen allen haben können, auch wenn sich das Wetter dort schnell ändern kann. Wir haben dort im vergangenen Jahr gewonnen und wollen das natürlich wiederholen. Die Straßen machen viel Spaß und die Atmosphäre ist immer gut.“


