Die Rallye-Weltmeisterschaft könnte 2027 erstmals rund um Rom ausgetragen werden. Der dritte Lauf der diesjährigen Rallye-Europameisterschaft diente gleichzeitig als offizieller ‚Candidate Event‘ der FIA. Dabei wurde geprüft, ob die Rallye die Anforderungen an einen WRC-Lauf erfüllt.
Der italienische Automobilverband Automobile Club d’Italia verfolgt den Plan, den bisherigen italienischen WRC-Lauf auf Sardinien ab 2027 durch die Asphalt-Rallye in und um Rom zu ersetzen. Eine endgültige Aufnahme in den Kalender ist allerdings noch nicht bestätigt.
Während der dreitägigen Veranstaltung arbeiteten die FIA-Vertreter eng mit den örtlichen Behörden und dem Organisationsteam zusammen. Im Mittelpunkt standen unter anderem die sportlichen Abläufe, das Sicherheitskonzept und die praktische Durchführung der Rallye.
Besondere Aufmerksamkeit richtete die FIA auf die Sichtbarkeit der Veranstaltung im Zentrum Roms. Aktivitäten in der Innenstadt und die Prüfung im Umfeld des historischen Kolosseums sorgten für eine große öffentliche Präsenz. Nach Einschätzung der Delegation zeigte die Verbindung aus bekannter Kulisse, Zuschauerinteresse und Einbindung des Stadtzentrums, welches Potenzial die Rallye besitzt, neue Zielgruppen für die Weltmeisterschaft zu erreichen.
Die FIA wird nun die Berichte ihrer Delegierten fertigstellen und ihre Ergebnisse in den kommenden Wochen an die Veranstalter übermitteln. Diese Auswertung bildet die Grundlage für die nächsten Schritte auf dem Weg zu einer möglichen Aufnahme der Rallye Rom in den WRC-Kalender 2027.
FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem sprach von „einem wichtigen Schritt auf dem Weg, die Rallye-Weltmeisterschaft an einen neuen bedeutenden Austragungsort im Herzen Roms zu bringen“.
Zugleich verwies er auf weitere mögliche neue WM-Läufe: „Dies ist ein weiterer spannender Moment für die Fans und spiegelt ein Jahr des Wachstums für die Meisterschaft 2026 wider, mit Kandidaten-Läufen in den Vereinigten Staaten, im Vereinigten Königreich und in der historischen Hauptstadt Italiens.“

