Akropolis-Rallye

Neuville: „Wir fahren auf Sieg“

Thierry Neuville geht mit klarer Ansage in die Akropolis-Rallye. Nach einem schwierigen Asphalt-Wochenende in Japan erwartet der Hyundai-Pilot auf Schotter deutlich bessere Chancen und sieht die eigene Startposition als Vorteil.

19. Juni 2026

Michael Heimrich

Neuville: „Wir fahren auf Sieg“

Für Hyundai kommt der Wechsel des Untergrunds zur rechten Zeit. In Japan blieben Adrien Fourmaux und Thierry Neuville auf den Plätzen fünf und sechs hinter den Erwartungen zurück. Nun beginnt die zweite Saisonhälfte mit einer Reihe von Schotterläufen, auf denen der i20 N Rally1 in der Vergangenheit konkurrenzfähiger war.

Auch Hyundai-Sportdirektor Andrew Wheatley sieht Griechenland als besseren Prüfstein für das Auto. Die Akropolis-Rallye ist heiß, staubig und hart für Autos und Reifen, passe vom Profil her aber gut zum Hyundai i20 N Rally1. Alle drei Fahrer konnten im Vorfeld in Griechenland testen, zusätzlich griff das Team auf die Arbeit an seiner Testbasis in Château de Lastours zurück. 

Neuville reist entsprechend selbstbewusst an. „Wir haben eine gute Startposition vor einer Reihe von Schotterläufen, bei denen wir wissen, dass wir konkurrenzfähig sein können. Das haben wir im vergangenen Jahr und auch früher bewiesen“, sagte der Belgier. „Das gibt mir einen echten Motivationsschub, weil wir zu einer Rallye kommen, bei der wir gut abschneiden sollten.“

Ganz ohne Unbekannte ist die Aufgabe allerdings nicht. Die Rallye zieht in diesem Jahr nach Loutraki, rund die Hälfte der Wertungsprüfungskilometer ist neu. Damit rückt die Besichtigung stärker in den Mittelpunkt. Hinzu kommen die typischen Akropolis-Faktoren: hohe Temperaturen, lose Steine, wechselnde Gripverhältnisse und ein erhöhtes Risiko für Reifenschäden.

„Wir wissen, was uns bei dieser Veranstaltung erwartet, auch wenn die Prüfungen neu sind“, erklärte Neuville. „Temperatur und Wetter können hier tückisch sein. Man kann zwar auf Erfahrung aufbauen, muss aber trotzdem wachsam bleiben. Wir fahren in einer etwas anderen Region. Dort können schärfere Steine, loser Schotter und rauere Oberflächen die Reifen stärker belasten, und die Bedingungen können sich schnell ändern.“

Die Rallye beginnt besonders anspruchsvoll. Auf dem Programm stehen am Freitag rund 130 WP-Kilometer, dazwischen gibt es nur einen Remote-Service. Zudem wird am ersten Tag lediglich eine Prüfung wiederholt.

Für Neuville ändert das nichts am Anspruch. „Unser Ziel ist klar, wir fahren auf Sieg“, sagte er. „Mit unserer Startposition, einem konkurrenzfähigen Auto und einer Rallye, bei der wir immer gut abgeschnitten haben, ist das absolut unser Ziel.“

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