Marijan Griebel und Tobias Braun haben die 55. Rallye Stemweder Berg gewonnen. Im Skoda Fabia RS Rally2 kontrollierte das Duo den Vorsprung vom Freitag über die gesamte zweite Etappe und brachte den dritten Saisonsieg in Folge ins Ziel. „Es hat alles perfekt geklappt. Ich wusste, wenn ich keine Fehler mache, reicht der Vorsprung“, sagte Griebel. „Deshalb habe ich in Kauf genommen, die eine oder andere Sekunde zu verlieren.“
Nach knapp 142 Wertungskilometern betrug der Vorsprung auf Philip Geipel und Jennifer Lerch im Toyota GR Yaris Rally2 noch 6,9 Sekunden. Griebel verwies zugleich auf seine starke Punkteausbeute: „Wir haben 102 von bisher möglichen 105 Punkten geholt.“
Geipel startet große Aufholjagd
Geipel hatte am Freitag zunächst Zeit liegen gelassen, drehte am Samstag aber deutlich auf. Acht der letzten zehn Wertungsprüfungen gingen an den Toyota-Piloten, der seinen Rückstand von 26,5 Sekunden bis ins Ziel auf weniger als sieben Sekunden verkürzte.
„Ich hatte in den ersten WPs am Freitag eine Blockade und war einfach nicht aggressiv genug“, erklärte Geipel. „Das hat sich am Samstag auf den rhythmischeren Prüfungen geändert.“
Mit dem Sieg auf der Power Stage begrenzte Geipel zudem den Punkteverlust in der Meisterschaft.
Tannert mit Porsche auf Rang drei
Julius Tannert und Pirmin Winklhofer komplettierten das Podium im 911 Rally GT. Ganz zufrieden war Tannert mit dem Ergebnis allerdings nicht. „Wir haben uns mehr versprochen, denn die Streckencharakteristik am Stemweder Berg liegt dem Porsche eigentlich“, sagte er. „Wenn wir eine Bestzeit gefahren sind, haben wir in der nächsten Prüfung wieder mehrere Sekunden verloren. Das Gesamtpaket muss einfach besser werden.“
Björn Satorius (Toyota) und Nico Otterbach belegten Rang vier. Carsten Mohe (Porsche) und Andrea Lieber komplettierten die Top Fünf. Dennis Rostek (Skoda) und Stefan Kopczyk wurden Sechste und gewannen damit zugleich die DRM2 Masters.
Die DRM3-Wertung ging an Leonard Weiss (Ford) und Nick Hainke.
Nierenz feiert ersten DRM-Sieg
In der DRM4 gelang Kilian Nierenz (Opel) und Milena Raithel der erste Klassensieg ihrer noch jungen DRM-Karriere. Das Duo profitierte zunächst von einer Strafe gegen Patrick Pusch, musste später aber selbst einen Ausrutscher überstehen. „Wir sind auf dem Rundkurs abgeflogen und in einem Komposthaufen hängen geblieben“, berichtete Nierenz. „Zum Schluss konnten wir unseren knappen Vorsprung über die Zeit retten.“
Patrick Pusch (Opel) und Tilmann Bößert mussten sich mit Rang zwei begnügen, obwohl sie neun der 14 Wertungsprüfungen gewonnen hatten. Pusch haderte entsprechend mit der ausgesprochenen Strafe. „Wir fühlen uns wie die Sieger“, sagte er. „Da ist eine solche Entscheidung sehr bitter.“
Karl Otto Niebäumer (Opel) und Anna Niebäumer kamen auf Rang drei und feierten damit ihren ersten Podiumsplatz in der DRM. Gleichzeitig gewann Niebäumer die Junior-Wertung.
In der DRM Classic standen Markus Danielsmeyer (Ford) und Katarzyna Pawlowska im Escort MK2 erstmals ganz oben.
Ergebnis Rallye Stemweder Berg 2026
| 1. | Marijan Griebel / Tobias Braun | Skoda Fabia RS Rally2 | 1:19:54.5 |
| 2. | Philip Geipel / Jennifer Lerch | Toyota GR Yaris Rally2 | +6.9 |
| 3. | Julius Tannert / Pirmin Winklhofer | Porsche 992 Rally GT | +19.4 |
| 4. | Björn Satorius / Nico Otterbach | Toyota GR Yaris Rally2 | +40.2 |
| 5. | Carsten Mohe / Andrea Lieber | Porsche 992 Rally GT | +45.6 |
| 6. | Dennis Rostek / Stefan Kopczyk | Skoda Fabia RS Rally2 | +1:16.2 |
| 7. | Chris Gropengiesser / Lisa Kiefer | Skoda Fabia RS Rally2 | +2:38.4 |
| 8. | Kilian Nierenz / Milena Raithel | Opel Corsa Rally4 | +7:37.4 |
| 9. | Patrick Pusch / Tilmann Bößert | Opel Corsa Rally4 | +7:43.2 |
| 10. | Karl-Otto Niebäumer / Anna Niebäumer | Opel Corsa Rally4 | +8:37.8 |

