Arthur Roché und Quentin Proust mussten die Rallye Coeur de France am Sonntagmorgen aufgeben, ohne zur zweiten Etappe antreten zu können. Das Duo hatte nach dem ersten Tag die Führung im Stellantis Motorsport Rally Cup 4 übernommen und lag damit auf Kurs zu wichtigen Meisterschaftspunkten.
Nach Angaben von Team FJ ließ sich das Fahrzeug mit der Startnummer 31 am Morgen nicht mehr normal starten. Bei der technischen Untersuchung sei eine fremde Flüssigkeit im Kraftstofftank festgestellt worden. Um welche Substanz es sich handelt, ist bislang nicht geklärt.
Besonders auffällig: Laut den aufgezeichneten Fahrzeugdaten erhöhte sich die von der Tankanzeige registrierte Kraftstoffmenge während der Nacht um 6,29 Liter. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Auto im Parc Fermé in Vendôme.
Anzeige gegen Unbekannt
Roché hat inzwischen Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei in Vendôme erstattet. Die technischen Daten und weitere Erkenntnisse wurden den Behörden zur Verfügung gestellt.
Wer für den Vorfall verantwortlich sein könnte, ist vollkommen offen. Roché und sein Team betonen ausdrücklich, dass sie weder einen Konkurrenten noch ein anderes Team beschuldigen. Bis zum Abschluss der Ermittlungen solle von Spekulationen abgesehen werden.
Auch mögliche Videoaufnahmen aus dem Bereich des Parc Fermé könnten nun bei der Aufklärung helfen.
„Sehr schwer zu akzeptieren“
Sportlich trifft der Ausfall Roché zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Nach einem starken ersten Tag lag er im Stellantis Motorsport Rally Cup 4 in Führung und hatte die Chance, entscheidende Punkte im Titelkampf zu sammeln.
„Das ist eine riesige Enttäuschung“, erklärte Roché. „Wir hatten einen sehr guten ersten Tag und eine echte Möglichkeit, wichtige Punkte für die Meisterschaft zu holen.“
Besonders bitter sei, dass die Entscheidung nicht auf der Strecke gefallen sei. „Auf diese Weise aufgeben zu müssen, ohne sich überhaupt auf der Straße wehren zu können, ist sehr schwer zu akzeptieren.“
Roché kündigte an, den sportlichen Kampf trotzdem fortzusetzen: „Jetzt wollen wir genau verstehen, was passiert ist. Eine Anzeige wurde erstattet, und wir lassen die Behörden ihre Arbeit machen. Wir werden bis zum Ende weiterkämpfen.“

