Kris Meeke verabschiedet sich vorerst aus der Rallye-WM

Nach dem Ende seiner Zusammenarbeit mit Toyota hat Kris Meeke kein neues Cockpit für die Rallye-Weltmeisterschaft 2020 finden können. Der Brite will sich nun neuen Zielen widmen.

10. Dezember 2019

Michael Heimrich

Kris Meeke verabschiedet sich vorerst aus der Rallye-WM

Es gibt einige Fahrer, die in der Rallye-WM oft zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Kris Meeke ist jemand, der in dieser Liste ganz weit oben zu finden ist. Der ehemalige Schützling des legendären Colin McRae schaffte es nie, sich dauerhaft an der Weltspitze zu etablieren.

Nachdem bereits das Abenteuer als Mini-Werksfahrer schief ging, endete die Zusammenarbeit mit dem Citroën-Team in haarsträubenden Unfällen und der Aussage von Teamchef Pierre Budar: „Die Situation war außer Kontrolle.“ Nachdem selbst Weltmeister Sebastien Ogier am bockigen C3 WRC scheiterte, dürfte die Sache jedoch in einem ganzen anderen Licht erscheinen.

Tommi Mäkinen gab dem charismatischen Steh-auf-Männchen noch eine letzte Chance und der 40-jährige durfte sich in dieser Saison als Toyota-Werksfahrer beweisen. Das Fazit fällt zwiespältig aus, allerdings hatte Meeke den langjährigen Stammfahrer Jari-Matti Latvala oft in Griff und die Tendenz zeigte steil nach oben. Doch selbst dieser Strohhalm reichte nicht, um auch 2020 im Yaris WRC zu sitzen.

Toyota tauscht die Fahrer aus

Mäkinen holte sich mit Ogier eine neue Nummer 1 und stellte ihm Elfyn Evans als zuverlässigen Punktelieferant zur Seite. Gleichzeitig will Mäkinen seinen Teil in der Erfolgsgeschichte von Kalle Rovanperä beitragen und gibt dem 19-jährigen eine Chance im dritten Auto. Für Meeke war kein Platz mehr, er wurde mit den Worten: „Wir wünschen ihm alles Gute für die Zukunft“ verabschiedet.

Eine letzte Hoffnung gab es bei M-Sport, denn dort sorgte der Evans-Wechsel für ein freies Auto, aber Meeke war nie der Typ, der für ein Cockpit bezahlte. Das hatte ihm bereits McRae eingetrichtert, denn wer einmal zahlt, zahlt immer wieder. Also heißt es nun Abschied nehmen, mal wieder. „Jetzt ist Zeit andere Leidenschaften zu entdecken. Wir werden sehen, was 2020 bringen wird“, verkündete Meeke.

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