Skoda Fabia R5 vs. Skoda Fabia WRC

Welcher Rovanperä ist schneller? Kalle fordert im Skoda Fabia R5 seinen Vater Harri heraus, der zum Duell der Generationen mit dem Skoda Fabia WRC antritt.

29. März 2019

Michael Heimrich

Skoda Fabia R5 vs. Skoda Fabia WRC

Es ist ein Familienduell der besonderen Art. Harri und Kalle Rovanperä treten im direkten Vergleich gegeneinander an. Der eine sitzt im Fabia WRC, mit dem er 2006 in der Rallye-Weltmeisterschaft startete, der andere im Fabia R5, mit dem er aktuell WRC2-Weltmeister werden möchte. 

Harri musste zunächst ein wenig Rost abschütteln, aber dann holte er sich Kalle als Beifahrer ins WRC. „Normalerweise sitze ich nicht rechts und wenn, dann habe ich immer Angst“, meinte Rovanperä junior, der sich jedoch darauf verlassen konnte, dass sein Vater kein Risiko eingehen würde. „Wenn ich neben ihm sitze, kann nichts Schlimmes passieren. Er bringt uns nicht in Gefahr.“

Ganz anders die Situation als Kalle hinter dem Lenkrad sitzt und Harri auf dem heißen Sitz Platz nehmen muss. „Ich habe natürlich Vertrauen in ihn, aber er war so unglaublich schnell. Wirklich wohl habe ich mich nicht gefühlt“, sagte Harri. „Kalle meinte, er wäre mit 80 Prozent gefahren, aber für mich hat sich das eher nach 120 angefühlt.“

„Die Bedingungen waren ziemlich herausfordernd, ein wenig wie bei der Rallye Monte Carlo“, schilderte Harri. „Nach ein paar Runden kam das Gefühl zurück und als es dann ernst wurde, war es ein wunderbares Erlebnis.“

Auch vom neuen Fabia R5 war Harri Rovanperä angetan. „Das Setup ist heutzutage sehr präzise und die Kraftentfaltung gleichmäßig. Deshalb unterscheiden sich die Fahrstile auch etwas“, so der Finne. 

Noch etwas unterscheidet die Generationen: Während Kalle bereits mit acht Jahren auf vereisten Seen in Finnland die ersten Drifts übte, war Harri ein klassischer Spätstarter. „Ich war 22 als ich mit einem Freund eine Rallye besuchte und wir dachten, das schaut einfach aus, wir sollten es auch einmal probieren“, lachte der Ex-Werksfahrer und erinnert sich an den Moment, als sein Sohn ihm erklärte, es ernsthaft im Rallyesport zu probieren. „Da war er vielleicht zehn Jahre alt.“

Wie das Duell ausging? Obwohl der Fabia WRC mehr Kraft hat, musste sich Harri geschlagen geben. Seit über zehn Jahren hatte er kein Rallyeauto am Limit bewegt und eine bessere Zeit als 1:33,25 Minuten waren an diesem Tag für ihn nicht drin. Sohn Kalle setzte mit 1:29,19 Minuten die klare Bestmarke.

https://www.youtube.com/watch?v=s2F9_Ykc2Mw

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