Rallye Dakar: Lategan kann sich wieder absetzen

Nachdem er gestern Vorsprung eingebüßt hatte, nutzt Toyota-Pilot Henk Lategan die achte Etappe, um sich wieder ein kleines Stück von seinem ärgsten Verfolger abzusetzen. Doch dieser hat morgen einen Vorteil.

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13. Januar 2025

Michael Heimrich

Rallye Dakar: Lategan kann sich wieder absetzen

Die Biker und Automobilisten machten sich auf Etappe acht der Rallye Dakar auf getrennten Wegen auf in Richtung der Hauptstadt Saudi-Arabiens, Riad. Nur gelegentlich nutzten die beiden Kategorien die gleichen Wadis. Die Wertungsprüfung bot noch einmal alles auf, was die „Dakar“ in dieser Region ausmacht: den steten Wechsel zwischen schnellen und etwas langsameren Pisten, Wadis, Täler und Canyons mit entsprechend komplexer Navigation. Bis Kilometer 462 von 484 wurde das Gelände zunehmend unwegiger, ehe bis ins Ziel Dünenquerungen das Tüpfelchen auf das i setzten.

Yazeed Al-Rajhi und Co Timo Gottschalk haben auf der achten Etappe der Rallye Dakar 2025 ihren zweiten Platz in der Gesamtwertung gefestigt. Dabei baute das saudi-arabisch-brandenburgische Duo den Vorsprung auf ihre Verfolger deutlich aus, musste allerdings auch einen wachsenden Rückstand auf die Führenden Henk Lategan/Brett Cummings (Toyota) in Kauf nehmen. 

Die 488 Kilometer lange Wertungsprüfung in Richtung Riad kam dabei vor allem jenen mit später Startposition zupass. Al-Rajhi/Gottschalk nutzten die Gelegenheit, als sechstes gestartetes Fahrzeug mehr Zeit zwischen sich und die vor ihnen gestarteten Verfolger im Gesamtklassement zu legen.

 Ab Kilometer 374 gehörten sie allerdings zu denjenigen, die die Route eröffnen mussten. Das wiederum verschaffte den weit hinten gestarteten Gesamtführenden Lategan/Cummings einen Vorteil. Nach 4.091 Prüfungskilometern trennen die beiden Toyota-Teams nun 5:41 Minuten. Der Vorsprung von Al-Rajhi/Gottschalk auf die auf Platz drei liegenden Mattias Ekström und Emil Bergkvist (Ford) wuchs dagagen um 12:10 auf 22:14 Minuten.

Während Lategan/Cummings die achte Etappe trotz 2-Minuten-Zeitstrafe für sich entscheiden, beendeten Al-Rajhi/Gottschalk die Tageswertung auf der sechsten Position und haben damit am Dienstag die Gelegenheit, den Zeitverlust wieder in einen Vorteil umzumünzen.

Zwischenstand nach 8 von 12 Etappen

01. Lategan/Cummings (RSA/RSA), Toyota, 42:05:02 Std.
02. Al-Rajhi/Gottschalk (KSA/GER), Toyota, 42:10:43 Std.
03. Ekström/Bergkvist (SWE/SWE), Ford, 42:33:57 Std.
04. Al-Attiyah/Boulanger (QAT/FRA), Dacia, 42:39:16 Std.
05. Guthrie/Walch (USA/USA), Ford, 43:00:41 Std.

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