Kuzaj gewinnt die Barbórka

Jedes Jahr dröhnen am ersten Dezember-Wochenende die Motoren mitten in Warschau. Die Sprint-Veranstaltung ist bei Fahrern und Zuschauern sehr beliebt.

7. Juli 2007

Michael Heimrich

Kuzaj gewinnt die Barbórka

Die 43. Ausgabe der „Rajd Barbórka Warszawska“ sollte einmal mehr ein voller Erfolg werden. Zehntausende Zuschauer säumten die fünf Prüfungen, die meisten kamen schon traditionell zur letzten Kult-WP „Karowa“ in der Altstadt von Warschau. Das Medieninteresse an der Veranstaltung ist alljährlich sehr groß, in diesem Jahr konnten die nicht in die polnische Hauptstadt gereisten Zuschauer neben einer Zusammenfassung der ersten vier Prüfungen die letzte sogar live im Fernsehen oder im Internet bewundern.

Zu den Siegesanwärtern zählte allen voran der ehemalige Europameister Krzysztof Holowczyc, der nach dem Sieg bei der Rallye Polen erst den zweiten Einsatz in seiner Heimat in diesem Jahr bestritten hat. Um die Veranstaltung gewinnen zu können mietete das Orlen-Team einen Peugeot 206 WRC beim französischen Bozian-Team an, Beifahrer wurde der Belgier Jean-Marc Fortin, der in diesem Jahr den Titel in Frankreich mit Nicolas Bernardi gewinnen konnte. Holowczyc und Fortin kennen sich schon seit sechs Jahren, gewannen gemeinsam eine Meisterschaft in Polen und bestritten in diesem Jahr auch die Dakar.

Und das polnisch-belgische-Duo sollte auch die erste Prüfung für sich entscheiden, dahinter reihte sich mit 0.2 Sekunden Rückstand der amtierende Meister Leszek Kuzaj im Subaru Impreza WRX. Schon in der zweiten Prüfung sollte der Subaru-Pilot die Führung übernehmen, da Holowczyc das Triebwerk des Peugeot 206 WRC abwürgte und somit 12,6 Sekunden verlor. „Die Schaltwippe am Lenkrad ist für mich ungewohnt“, so der Peugeot-Pilot. Rang zwei übernahm Tomasz Kuchar vom PlayStation2 Rally Team, der ebenfalls wie Kuzaj mit einem Subaru Impreza angetreten ist.

In der nur knapp über zwei Kilometer langen dritten Prüfung holte Holowczyc dann wieder eine Bestzeit, konnte jedoch nur knapp zwei Sekunden auf den Leader aufholen. Die vierte Prüfung gewann der Führende Kuzaj mit nur 0,1 Sekunden vor Holowczyc. Die fünfte und letzte Prüfung „Karowa“ sollte daher die Entscheidung bringen. Holowczyc begeisterte mit einer Bestzeit von 1:43.6 Minuten die Zuschauer, doch Kuzaj sollte seine Führung behaupten und gewann die Veranstaltung mit 3.9 Sekunden Vorsprung vor Kuchar. Dritter wurde Holowczyc mit 4.5 Sekunden Rückstand.

Auch Extremsportler Felix Baumgartner qualifizierte sich für die letzte Prüfung, an der lediglich 30 Teams teilnehmen durften. Der Österreicher beschädigte jedoch den von Kuchar gestellten Subaru Impreza am Bürgersteig und eine gute Zeit war aus diesem Grund nicht mehr möglich.

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