Manuel Kößler und Benedikt Hofmann haben die AvD-Niederbayern-Rallye rund um Außernzell souverän gewonnen. Im Hyundai i20 Rally2 entschieden sie alle sechs Wertungsprüfungen für sich und ließen der Konkurrenz beim achten Lauf zum Ravenol Deutschen Rallye Cup keine Chance.
Rang zwei ging an Niki Schelle und Melanie Kalinke, die erstmals mit einem Citroen C3 Rally2 antraten. Für Schelle hatte der Einsatz eine besondere Bedeutung: Anlässlich seines 60. Geburtstags startete das Duo mit der Nummer 60.
„Für meinen ersten Start mit einem WRC2-Auto bin ich sehr zufrieden, aber das ist noch ausbaufähig“, sagte Schelle. Noch mehr bewegte ihn jedoch das Wiedersehen mit langjährigen Wegbegleitern: „Hier waren Zeitnehmer im Einsatz, die kenne ich schon über 45 Jahre, seit ich Rallyesport betreibe. Das war alles sehr bewegend.“
Das Podium komplettierten Josef Haagen und Sandra Fellmair im BMW M3. Dahinter belegten Christian Allkofer und Kathi Götzenberger im Renault Clio ART Rang vier.
Raimann rückt in die Top Ten vor
Für Tim Raimann und Tizian Ort zahlte sich der Start in Niederbayern ebenfalls aus. Im BMW E36 gewannen sie die seriennahe Klasse NC8 und sammelten genügend Punkte, um sich in der DRC-Zwischenwertung unter die besten zehn zu schieben.
„Es ging wie auf Schienen durch den Bayerischen Wald und wir hatten eine Menge Spaß auf den schnellen Prüfungen“, sagte Raimann. Gleichzeitig blieb der Klassensieg bis zum Schluss umkämpft. „Wir konnten unseren kleinen Vorsprung ins Ziel bringen und damit wichtige Punkte sammeln.“ Das Saisonziel ist klar: ein Platz in den Top 10.
Weniger zufrieden zeigten sich Lars Schwarzmannseder und Angelika Hornung. In der mit 22 Startern stark besetzten NC3 reichte es für das Renault-Clio-Duo zu Rang neun. „Es war sehr schnell, und da wird der Vorsichtige mit Rückstand bestraft. Am Ende waren wir zu langsam oder die anderen einfach schneller“, bilanzierte Schwarzmannseder. In der DRC-Gesamtwertung verbesserten sie sich dennoch auf Rang 18.
Gelungener Einstand für neuen Suzuki
Danny Kolleth und Sebastian Lange nutzten die Rallye vor allem als Test für ihren neuen Suzuki Swift Sport. Ohne sich während der Veranstaltung intensiv mit den Zwischenständen zu beschäftigen, fuhren sie auf Rang zwei der Klasse NC4.
„Oberstes Ziel war der Test und dass wir Spaß haben“, erklärte Kolleth. Im Verlauf der Rallye habe man einen guten Rhythmus gefunden und zugleich erkannt, an welchen Stellen am Fahrzeug noch gearbeitet werden müsse. „Das macht definitiv Lust auf mehr.“
Für Jochen Kurz und Daniela Weinert endete die Rallye dagegen vorzeitig. Das BMW-M3-Duo kam auf der dritten Prüfung von der Strecke ab. „Wir waren an einer Ecke den berühmten Tick zu schnell und sind rausgeflogen“, erklärte Kurz.
Ergebnis AvD Niederbayern Rallye 2026
| 1. | Manuel Kößler / Benedikt Hofmann | Hyundai i20 R5 | 33:04.9 |
| 2. | Nikolaus Schelle / Melanie Kalinke | Citroën C3 Rally2 | +37.1 |
| 3. | Josef Hagan / Sandra Fellermayr | BMW M3 E36 | +57.7 |
| 4. | Christian Allkofer / K. Götzenberger | Renault Clio III RS | +1:09.7 |
| 5. | Fritz Köhler / Petra Hägele | BMW M3 E36 | +1:26.9 |
| 6. | Franz Beck / Lea Kaufmann | BMW M3 E36 | +1:43.9 |
| 7. | Marcus Ederer / Stella Winnik | BMW M3 E36 | +2:11.5 |
| 8. | Stefan Schützmeier / Susann Ritter | Volkswagen Polo R | +2:16.9 |
| 9. | Simon Gasslbauer / Lena Plattner | Volkswagen Golf II GTi 16V | +2:21.6 |
| 10. | Sebastian Wundsam / Alexander Kainz | BMW M3 E36 | +2:21.9 |



