Rallye Paraguay Nachspiel

Ogier entschuldigt sich bei Ben Sulayem und Paraguays Präsident

Sebastien Ogier hat sich öffentlich bei FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem und Paraguays Staatspräsident Santiago Peña entschuldigt. Auslöser war offenbar seine Meinung über den Zustand der Rallye-WM und insbesondere die Reifenprobleme.

31. August 2026

Michael Heimrich

Ogier entschuldigt sich bei Ben Sulayem und Paraguays Präsident

Sebastien Ogier hat sich nach der Rallye Paraguay öffentlich für einen Zwischenfall mit FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem und Paraguays Präsident Santiago Peña entschuldigt. Der neunmalige Weltmeister räumte ein, seine Kritik an der aktuellen Situation in der Rallye-WM im falschen Moment und mit dem falschen Ton vorgebracht zu haben. 

Was genau zwischen den Beteiligten gesagt wurde, ist bislang nicht bekannt. Ogier habe am Sonntagnachmittag aber eine Gelegenheit genutzt, seinen Frust direkt gegenüber Peña und Ben Sulayem abzuladen. Der Hintergrund dürfte vor allem in seiner massiven Kritik an den aktuellen WRC-Reifen gelegen haben. 

Ogier hatte nach seinem Reifenschaden am Freitag ungewöhnlich deutlich Stellung bezogen. Die Situation sei „weit davon entfernt, akzeptabel zu sein“, erklärte er und verwies darauf, dass es seit mehreren Rallyes bei zahlreichen Fahrern Probleme gegeben habe. Besonders die Zuverlässigkeit der Hankook-Reifen müsse aus seiner Sicht verbessert werden. 

In seiner nun veröffentlichten Erklärung schlägt Ogier deutlich versöhnlichere Töne an. „Es war weder der richtige Moment noch der richtige Ton, in dem ich meine Sorgen über die Meisterschaft angesprochen habe“, schrieb er.

Noch am selben Abend habe er sich persönlich bei beiden Präsidenten entschuldigt. Anschließend sei es zu einem konstruktiven Gespräch mit Ben Sulayem gekommen.

„Es war tatsächlich eine gute Gelegenheit, mit FIA-Präsident Ben Sulayem zu sprechen und einige Bereiche anzusprechen, von denen wir alle wissen, dass sie in unserem Sport Aufmerksamkeit und Verbesserungen benötigen“, erklärte Ogier. Gemeinsam habe man konkrete Ziele formuliert, deren Umsetzung er nun erwarte.

Bemerkenswert ist deshalb weniger die Entschuldigung selbst als das, was daraus entstanden sein soll. Ogier stellt klar, dass seine Kritik an der Rallye-WM inhaltlich bestehen bleibt. Zurück nimmt er vor allem die Art und den Zeitpunkt, in denen er sie vorgebracht hat.

Welche konkreten Punkte Ogier und Ben Sulayem vereinbart haben, wurde bislang nicht bekannt. Nach dem Verlauf des Paraguay-Wochenendes liegt allerdings nahe, dass die Reifenproblematik zu den zentralen Themen gehörte.

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