Simon Wagner und Hanna Ostlender waren bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye auf Kurs zu einem versöhnlichen Saisonabschluss. Trotz einer schwierigen Vorbereitung übernahm das Hyundai-Duo die Führung und setzte bis zum Ausfall die meisten Bestzeiten. Dann endete die Rallye auf WP11 abrupt.
Schon der Test am Donnerstag war nahezu komplett ins Wasser gefallen. Mehrere technische Probleme verhinderten ein normales Programm, später endete ein weiterer Defekt in einem Zaun. Dennoch fand Wagner am nächsten Morgen im Hyundai i20 N Rally2 zügig zum gewohnten Tempo zurück.
„Nach unserem wirklich bescheidenen Test war ich fast selbst etwas überrascht, wie schnell wir das Vertrauen ins Auto zurückgewonnen haben. Wir konnten mit einem guten Gefühl in die Rallye starten und bis zum Ausritt die meisten Bestzeiten fahren. Damit haben wir bewiesen, dass der Speed nach wie vor da ist“, sagte Wagner.
Die entscheidende Szene folgte auf der elften Prüfung. Wagner kannte die Passage und hatte sie sich am Vorabend noch einmal auf Onboard-Aufnahmen angesehen. Vor Ort präsentierte sie sich allerdings anders als erwartet.
„Natürlich ist es einfach nur bitter und es tut mir unfassbar leid für das gesamte Team. Ich kannte die Stelle ganz genau und habe sie mir extra am Vorabend noch einmal auf der Onboard angeschaut. Als wir dann dorthin kamen, habe ich nur die wilden Schotterspuren eines Vorausautos gesehen und schnell realisiert, dass das jetzt echt eng wird. Mit dem Einschlag im Holzstapel und einem abgeknickten Vorderrad war die Rallye für uns dann leider vorbei“, erklärte Wagner.
Der Ausfall reiht sich in eine schwierige Saisonphase ein. Bereits bei der Rallye Weiz hatte Wagner wichtige Punkte liegen gelassen, wodurch die Titelchance vor dem Finale nicht mehr allein in seiner Hand lag. In Krumbach zeigte er dennoch, dass er sportlich weiter zur absoluten Spitze gehört.
Seine Reaktion auf den nächsten Rückschlag fällt entsprechend kämpferisch aus: „Das motiviert uns nur noch mehr, dass wir umso stärker zurückkommen. Aufgeben war noch nie eine Option!“
Für Wagner und Ostlender ist die Saison damit noch nicht beendet. Vom 18. bis 20. September steht mit der Rallye Pačejov das Finale der tschechischen Meisterschaft auf dem Programm.
