Etappe 10: Bisha (Marathon) - Bisha

Rallye Dakar: Rückschlag für Sainz – Al Attiyah setzt sich ab

Während sich Nasser Al Attiyah an der Spitze der diesjährigen Rallye Dakar weiter absetzen kann, fällt Carlos Sainz auf der zehnten Etappe weit zurück. Den Tagessieg holt sich Mathieu Serradori.

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14. Januar 2026

Michael Heimrich

Rallye Dakar: Rückschlag für Sainz – Al Attiyah setzt sich ab

Als Mathieu Serradori (Century) 2020 seinen ersten Etappensieg feierte, galt der Franzose noch als Außenseiter, der den etablierten Stars gelegentlich ein Schnippchen schlug. Damals startete er aus Überzeugung im zweiradangetriebenen Fahrzeug und war sportlich weit entfernt von der Spitze.

Inzwischen hat der Pilot von der Côte d’Azur den nächsten Entwicklungsschritt vollzogen. Nach dem Umstieg auf einen 4×4-T1 in seinem CR7 erreichte er in der Vorsaison mit Rang sechs sein bislang bestes Dakar-Gesamtergebnis. Die diesjährige Rallye verlief für Serradori bislang wechselhaft, doch auf der heutigen 420 Kilometer langen Wertungsprüfung nach Bisha zahlte sich alles aus. 

Mit über sechs Minuten Vorsprung setzte er sich gegen Nasser Al Attiyah durch, gewann die Etappe und machte in der Gesamtwertung gleich vier Positionen gut. Als Fünfter liegt er nun 33 Minuten hinter dem Führenden und der heißt weiterhin Nasser Al Attiyah.

Der fünffache Dakar-Sieger dominierte die Marathon-Etappe in den Dünen und setzte sich deutlich von der Konkurrenz ab. Nachdem die drei Führenden am Vortag nur 1:10 Minuten getrennt waren, baute der Dacia-Pilot seinen Vorsprung nun auf zwölf Minuten gegenüber Henk Lategan /Toyota) aus. Der Südafrikaner verlor nach Kraftstoffproblemen und einem Navigationsfehler entscheidend Zeit. Nani Roma (Ford) bleibt trotz eines Rückstands von 12:50 Minuten auf Rang drei und damit auf dem vorläufigen Podium.

Auch für den zweiten Dacia Sandrider rückt das Podium wieder in Reichweite. Sebastien Loeb profitierte von Problemen bei Carlos Sainz (Ford) und Mattias Ekström (Ford) und verbesserte sich auf Rang vier der Gesamtwertung. Mit einem Rückstand von 23 Minuten auf Al Attiyah bleibt Loeb damit weiter ein ernstzunehmender Faktor im Kampf um die Spitzenplätze.

Zwischenstand nach Etappe 10

1.N. Al-Attiyah / F. Lurquin (QAT/BEL)Dacia Sandrider41:39:50
2.H. Lategan / B. Cummings (RSA/RSA)Toyota Hilux T1++12:00
3.N. Roma / A. Haro (ESP/ESP)Ford Raptor T1++12:50
4.Sebastien Loeb / E. Boulanger (FRA/FRA)Dacia Sandrider+23:04
5.M. Serradori / L. Minaudier (FRA/FRA)Century CR7 T1++33:42
6.M. Ekström / E. Bergkvist (SWE/SWE)Ford Raptor T1++34:19
7.C. Sainz / L. Cruz (ESP/ESP)Ford Raptor T1++39:09
8.L. Moraes / D. Zenz (BRA/GER)Dacia Sandrider+39:21
9.T. Price / A. Monleon (AUS/ESP)Toyota Hilux T1++59:36
10.S. Variawa / F. Cazalet (RSA/FRA)Toyota Hilux T1++1:09:06

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