Kurze Etappe zu Beginn

Rallye Portugal nach WP3: Solberg knapp vorn

Bei der Rallye Portugal setzt sich erst Adrien Fourmaux an die Spitze, dann übernimmt Oliver Solberg das Kommando.

7. Mai 2026

Michael Heimrich

Rallye Portugal nach WP3: Solberg knapp vorn

Im Gegensatz zu den meisten WM-Läufen standen am Donnerstag bereits drei Wertungsprüfungen auf dem Programm. Adrien Fourmaux (Hyundai) erwischte den besten Start und sicherte sich die knappe Bestzeit auf der ersten Prüfung. Auf der längeren zweiten Prüfung schlug jedoch Oliver Solberg (Toyota) zu, war 3,6 Sekunden schneller als der Franzose und übernahm damit die Gesamtführung. Auf der abschließenden Zuschauerprüfung fuhren beide exakt dieselbe Zeit. 

„Es war ein passabler Start, nichts Besonderes. Es ist noch ein langer Weg mit vielen, vielen Rallye-Tagen, und jeder Tag ist so anders. Morgen wird ein harter Tag für die Reifen, und mal sehen, wie das Wetter am Samstag und Sonntag wird“, so Solberg. 

Weltmeister Sebastien Ogier (Toyota) hatte zu Beginn ungewohnt stark mit der Fahrzeugbalance zu kämpfen und landete zunächst nur auf Rang sieben. Nach ein paar Setup-Änderungen fand der Franzose jedoch seinen Rhythmus und kletterte mit 7,2 Sekunden Rückstand noch auf den dritten Gesamtrang. „Wir hatten auf dieser ersten Prüfung wirklich zu kämpfen, konnten das Auto ein wenig verändern und fühlten uns auf der zweiten besser, aber wir haben heute Nachmittag ein bisschen gekämpft“, fasste Ogier zusammen. „Es ist offensichtlich nur der Anfang, aber wir müssen morgen einen besseren Tag haben.“ 

Dicht dahinter reihte sich Thierry Neuville als Vierter ein, der von einem ermutigenden Start für Hyundai sprach: „Es ist schön, wenn man zumindest in irgendeinen Kampf verwickelt ist, besonders an der Spitze, denn dafür sind wir alle hier. Leider hatten wir auf der ersten Prüfung in einer Haarnadelkurve einen halben Dreher, aber generell war es ein guter Start in die Rallye.“ 

Evans muss die Straße kehren

Elfyn Evans (Toyota) hielt sich trotz des Nachteils, als Erster auf die Strecke zu müssen, zunächst in der Spitzengruppe. Auf der zweiten Prüfung büßte er jedoch durch den starken Straßenkehrer-Effekt etwas Zeit ein und beendete den Tag als Fünfter, nur 7,5 Sekunden hinter Solberg. „Es war einigermaßen in Ordnung, aber es ist noch ein langer Weg bei dieser Rallye“, so das Fazit von Evans.

Die weiteren Platzierungen in den Top 10 sind hart umkämpft. Sami Pajari (Toyota) belegt den sechsten Platz, dicht gefolgt von Dani Sordo (Hyundai) auf Rang sieben. Der Spanier lag nach der ersten Prüfung noch auf dem vierten Rang und lobte sein Team, „weil sich das Auto wirklich gut anfühlt“, hatte dann jedoch auf der zweiten Prüfung Schwierigkeiten mit den härteren Reifenmischungen. Takamoto Katsuta (Toyota) reiht sich mit etwas Abstand auf dem achten Rang ein und hofft auf ein besseres Gefühl für den Rest der Rallye. 

Äußerst eng geht es bei M-Sport Ford zu, wo das gesamte Trio durch lediglich 1,5 Sekunden getrennt ist. Josh McErlean führt teamintern als Neunter vor Jon Armstrong, der auf der zweiten Prüfung leicht eine Leitplanke touchierte. Rückkehrer Mārtiņš Sesks fand nach anfänglicher Eingewöhnungszeit seinen Rhythmus und beendete den Tag auf Rang elf. „Auf der ersten Prüfung war ich ein bisschen eingerostet, und das passiert, wenn man ein paar Monate nicht im Auto saß“, erklärte Sesks. „Aber ich denke, es gab gute Anzeichen auf Prüfung zwei, und ich freue mich auf morgen, das wird eine ziemliche Herausforderung.“ 

In der WRC2-Kategorie gewann Teemu Suninen (Toyota) zwar die erste Prüfung, den Tagessieg sicherte sich am Ende jedoch Jan Solans im Skoda vor Toyota-Pilot Alejandro Cachón und Yohan Rossel im Lancia.

Zwischenstand nach WP 3 von 23

1.Solberg Oliver / Edmondson ElliottToyota GR Yaris Rally128:00.0
2.Fourmaux Adrien / Coria AlexandreHyundai i20 N Rally1+3.4
3.Ogier Sébastien / Landais VincentToyota GR Yaris Rally1+7.2
4.Neuville Thierry / Wydaeghe MartijnHyundai i20 N Rally1+7.4
5.Evans Elfyn / Martin ScottToyota GR Yaris Rally1+7.5
6.Pajari Sami / Salminen MarkoToyota GR Yaris Rally1+10.7
7.Sordo Dani / Carrera CándidoHyundai i20 N Rally1+11.7
8.Katsuta Takamoto / Johnston AaronToyota GR Yaris Rally1+15.9
9.McErlean Josh / Treacy EoinFord Puma Rally1+23.4
10.Armstrong Jon / Byrne ShaneFord Puma Rally1+24.8

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