AKK Sports und der WRC Promoter hatten ihre eigene Fünfjahresvereinbarung bereits im vergangenen August im Rahmen der Rallye Finnland bekanntgegeben. Mit der Zustimmung der Stadt ist nun auch die Rolle von Jyväskylä als Gastgeberstadt für den kommenden Vertragszeitraum geregelt.
Die Vereinbarung umfasst Rechte und Pflichten rund um die Organisation des WM-Laufs sowie der offiziellen Rahmenveranstaltungen in und um Jyväskylä. Die Stadt erhält den Status als offizieller Partner, AKK verpflichtet sich im Gegenzug, jährlich mindestens eine Wertungsprüfung im Stadtzentrum auszutragen.
Darüber hinaus kann AKK bei Streckenplanung, Infrastruktur und weiteren Projekten auch mit anderen Städten und Gemeinden zusammenarbeiten. Die Rallye Finnland bleibt damit weiterhin fest in Mittelfinnland verankert, behält aber Spielraum bei der konkreten Gestaltung der Route.
Mehr Kosten für die Stadt
Für Jyväskylä steigen die Kosten. Im kommenden Jahr beläuft sich der städtische Anteil auf 570.500 Euro, nach 509.850 Euro im Jahr 2026. Das entspricht einem Plus von 60.650 Euro für 2027. Über die gesamte Vertragslaufzeit von 2027 bis 2031 summiert sich der Anstieg auf rund 146.000 Euro. Als Gründe werden höhere internationale Lizenzgebühren und die allgemeine Inflation genannt.
Die Stadt verweist zugleich auf die wirtschaftliche Bedeutung der Veranstaltung. Nach einer Analyse aus dem Jahr 2025 brachte die Rallye der Region Jyväskylä und Mittelfinnland direkte Tourismuseinnahmen von rund 20,5 Millionen Euro. Für viele kleinere Unternehmen und die an der Durchführung beteiligten Organisationen ist der WM-Lauf ein wichtiger Einnahmefaktor.
Nur eine Unterbrechung seit 1951
Die Rallye Finnland wird seit 1951 in Jyväskylä ausgetragen. 2026 feiert die Veranstaltung ihr 75-jähriges Bestehen. Die einzige Unterbrechung gab es 2020, als der Lauf wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste.
