Takamoto Katsuta hat sich beim Shakedown der Rallye Chile an die Spitze gesetzt. Auf der 5,6 Kilometer langen Testprüfung stoppte der Japaner die Uhr bei seinem zweiten Durchgang nach 4:16,2 Minuten und war damit klar schneller als Adrien Fourmaux im Hyundai.
Für Katsuta war es zugleich der erste Einsatz mit James Fulton auf dem Beifahrersitz. Der Ire ersetzt Aaron Johnston, der sich nach dem schweren Unfall in Paraguay weiter erholen muss.
„James macht einen sehr guten Job“, sagte Katsuta. „Wir hatten ein paar Tage zum Üben und wissen alle, dass James ein sehr guter Beifahrer ist. Wir hatten nicht viel Zeit zusammen, deshalb müssen wir noch unseren gemeinsamen Rhythmus finden. Aber bisher läuft es sehr, sehr gut.“
Fourmaux knapp vor Pajari und Lappi
Adrien Fourmaux belegte mit 2,4 Sekunden Rückstand Rang zwei. Der Franzose sucht weiter nach seinem ersten WRC-Sieg und will nach dem starken Auftritt in Paraguay erneut ganz vorne mitmischen.
Sami Pajari und Esapekka Lappi teilten sich Rang drei, beide lagen 2,5 Sekunden hinter Katsuta. Lappi musste sich seine Bestzeit allerdings erst erarbeiten. Im ersten Durchgang verlor der Hyundai-Pilot das Heck, drehte sich halb ein und touchierte einen Baum. Mehr als 30 Sekunden gingen dabei verloren. „Das Heck kam einfach und ich konnte es nicht mehr einfangen“, erklärte Lappi.
Thierry Neuville folgte auf Rang fünf, nur eine Zehntelsekunde vor Sebastien Ogier.
Ogier vor Rekordstart
Ogier war im ersten Durchgang noch der Schnellste, fiel im weiteren Verlauf aber auf Rang sechs zurück. Der neunmalige Weltmeister bestreitet in Chile seinen 213. WRC-Lauf und zieht damit mit Rekordhalter Jari-Matti Latvala gleich.
Die trockenen Bedingungen beim Shakedown dürften allerdings nur bedingt aussagekräftig sein. Für die Nacht ist Regen angekündigt.
„Im Moment ist es trocken, aber heute Nacht soll Regen kommen. Für den Rhythmus ist das also nicht unbedingt die beste Vorbereitung“, sagte Ogier. „Morgen wartet gleich zum Auftakt eine schwierige Prüfung. Wichtig wird sein, sauber zu fahren und ein problemloses Wochenende zu haben.“
Evans hofft auf Regen
Für Elfyn Evans verlief der Shakedown unspektakulär. Der WM-Spitzenreiter belegte mit 10,2 Sekunden Rückstand nur Rang zehn. Entscheidender als die Zeit war für ihn jedoch der Zustand der Strecke.
Evans muss am Freitag als Erster auf die Strecke und fand bei seinem ersten Durchgang viel losen Schotter vor. „Wenn es trocken bleibt, wird es sehr schwierig. Wir hoffen deshalb auf Regen in der Nacht, das würde helfen“, so Evans.
Hinter Evans startet Sami Pajari als Zweiter auf der Straße, Oliver Solberg folgt als Dritter. Gerade für die ersten Fahrer könnte der Reinigungseffekt auf den lockeren Schotterpassagen eine wichtige Rolle spielen.
Jon Armstrong und Josh McErlean belegten für M-Sport die Plätze sieben und acht, Oliver Solberg wurde Neunter.
Die Rallye beginnt am Freitag mit der 22,94 Kilometer langen Prüfung Turquía. Insgesamt stehen am ersten Tag sechs Wertungsprüfungen auf dem Programm.
Ergebnis Shakedown Rallye Chile
| 1. | Takamoto Katsuta / Aaron Johnston | Toyota GR Yaris Rally1 | 4:16.2 |
| 2. | Adrien Fourmaux / Alexandre Coria | Hyundai i20 N Rally1 | +2.4 |
| 3. | Esapekka Lappi / Enni Mälkönen | Hyundai i20 N Rally1 | +2.5 |
| 3. | Sami Pajari / Marko Salminen | Toyota GR Yaris Rally1 | +2.5 |
| 5. | Thierry Neuville / Martijn Wydaeghe | Hyundai i20 N Rally1 | +2.8 |
| 6. | Sébastien Ogier / Vincent Landais | Toyota GR Yaris Rally1 | +2.9 |
| 7. | Jon Armstrong / Shane Byrne | Ford Puma Rally1 | +3.4 |
| 8. | Josh McErlean / Eoin Treacy | Ford Puma Rally1 | +4.3 |
| 9. | Oliver Solberg / Elliott Edmondson | Toyota GR Yaris Rally1 | +7.0 |
| 10. | Elfyn Evans / Scott Martin | Toyota GR Yaris Rally1 | +10.2 |



