Das WRC27-Projekt von Project Rally One kommt nun endlich in Fahrt. Nach mehreren Verzögerungen soll der neue Prototyp zunächst ein Roll-out absolvieren, bevor Anfang September die ersten regulären Asphalt-Tests beginnen.
Projektleiter Lionel Hansen will in den kommenden zwei Monaten vor allem Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit des Gesamtpakets prüfen. Dafür stehen nach seinen Angaben 20 Testtage zur Verfügung. Der Schwerpunkt liegt zunächst klar auf Asphalt, denn im ersten WRC-Jahr plant das Team rund fünf Einsätze auf diesem Untergrund.
Als erstes großes Ziel bleibt die Rallye Monte Carlo 2027. Dort möchte Project Rally One idealerweise mit ein oder zwei Fahrzeugen antreten. Voraussetzung ist allerdings, dass die Tests im Herbst ohne größere Probleme verlaufen.
Auch für 2028 ist keine komplette WM-Saison vorgesehen. Nach aktuellem Stand plant das Team zehn weitere Einsätze. Damit würde es die vorgeschriebenen 15 WM-Starts innerhalb der ersten beiden Jahre erreichen.
Noch offen ist die Fahrerbesetzung. Während der Entwicklung sollen verschiedene Piloten zum Einsatz kommen. Hansen nennt unter anderem Kevin Abbring, Stephane Lefebvre und Cedric Cherain als Kandidaten für Testfahrten.
Für den geplanten WRC-Einstand hätte der Belgier allerdings gern einen prominenten Namen verpflichtet. Gespräche gab es bereits mit Sebastien Loeb und Thierry Neuville.
„Natürlich habe ich mit Sebastien Loeb gesprochen, der für uns schon den Porsche 992 bei der Rallye Charlemagne gefahren ist, und auch mit Thierry Neuville. Im Moment haben beide aber kein Interesse, es ist für sie keine Priorität“, sagte Hansen gegenüber Autotrends.
Auch eine mögliche Verbindung zu Porsche ist derzeit kein Thema. Zwar orientiert sich die Karosserie des neuen Autos optisch am Macan und Hansen hat bereits mit der Marke zusammengearbeitet, Porsche selbst ist an dem aktuellen WRC-Projekt aber nicht beteiligt. Ganz aufgegeben hat Project Rally One diese Hoffnung offenbar dennoch nicht.