Rallye Japan

Hyundai: „Unser Ziel muss sein, die Toyotas zu trennen“

Nach dem Sieg in Portugal geht Hyundai mit Rückenwind in die Rallye Japan. Auf Asphalt sieht Andrew Wheatley sein Team nicht automatisch im Vorteil, die speziellen Prüfungen rund um Aichi und Gifu könnten dem i20 N Rally1 aber entgegenkommen.

22. Mai 2026

Michael Heimrich

Hyundai: „Unser Ziel muss sein, die Toyotas zu trennen“

Nach dem Sieg in Portugal, geht es in Japan wieder auf Asphalt weiter. Wie schätzen Sie die Chancen für Hyundai ein?

„Portugal war ein echter Schub für das Team, eine Gelegenheit, die Geschwindigkeit des Hyundai i20 N Rally1 auf Schotter wirklich zu zeigen. Das ist das Ergebnis der harten Arbeit, die das Team in den vergangenen Monaten geleistet hat. In Japan sind wir wieder auf Asphalt unterwegs, was theoretisch nicht der beste Untergrund für unser Team ist. Aber die Charakteristik der Prüfungen in den Präfekturen Aichi und Gifu unterscheidet sich etwas von dem, was wir in diesem Jahr bisher gesehen haben. Die kurzen Kurven und der mittelschnelle Charakter der Rallye bedeuten, dass wir hier bessere Chancen haben sollten, konkurrenzfähig zu sein. Allerdings ist die Veranstaltung in Toyota City angesiedelt, und unsere Konkurrenten sind immer motiviert, hier erfolgreich zu sein.“

Die Rallye wurde von ihrem bisherigen November-Termin in den Mai verlegt. Welche Auswirkungen dürfte das auf die Herausforderung der Veranstaltung haben?

„Theoretisch sollten die Bedingungen der Rallye konstanter sein, was uns entgegenkommt. Der späte Frühling beziehungsweise frühe Sommer bedeutet weniger Laub auf der Straße, außerdem werden Temperaturen im hohen 20-Grad-Celsius-Bereich, Sonnenschein und längere Tageslichtphasen als im November erwartet. Allerdings befinden wir uns in der Region nahe am Beginn der Regenzeit, und es besteht die Möglichkeit, dass sehr plötzliche Regenschauer auftreten. Und wenn es regnet, dann regnet es richtig. Die Straßen werden sich in kürzester Zeit in komplett nasse Bedingungen verwandeln. Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir schnell auf Veränderungen reagieren können. Bei hohen Umgebungstemperaturen kann die Straße außerdem sehr schnell wieder abtrocknen, was die Regenreifen im Fahrzeugpaket enorm belastet.“

Was wäre ein gutes Ergebnis für Ihr Team?

„Ein starkes Ergebnis wäre, die Toyotas zu trennen und um das Podium zu kämpfen. Ich denke, es gibt wahrscheinlich sieben oder acht Fahrer mit der Geschwindigkeit, der Motivation und der Erfahrung, um bei dieser Rallye um den Sieg zu kämpfen. Die Aufgabe des Teams wird es sein, sicherzustellen, dass wir die Performance und die Zuverlässigkeit haben, um bis Sonntagnachmittag, wenn die Punkte vergeben werden, im Kampf dabei zu sein.“

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