Die Grundlage für den erneuten Sieg in Japan legte Elfyn Evans (Toyota) früh. Zwar hatte Oliver Solberg nach der Auftaktprüfung geführt, doch Evans übernahm auf der zweiten Wertungsprüfung die Spitze. Als erster Fahrer profitierte er von besseren Bedingungen, während die Strecke mit jedem weiteren Fahrzeug schmutziger wurde. Danach gab der Waliser die Führung nicht mehr ab. In der WM baute Evans seinen Vorsprung von zwölf auf 20 Punkte aus. „Was die Meisterschaft betrifft: Auch wenn wir führen, ist es noch zu früh, wirklich darüber zu sprechen“, so Evans.
Für Sebastien Ogier (Toyota) blieb Platz zwei ein Ergebnis mit gemischten Gefühlen. Der neunmalige Weltmeister hatte vor der Rallye klar den Sieg als Ziel ausgegeben, verlor aber zu Beginn deutliche den Anschluss. Mit seinem zweiten Platz erreichte Ogier dennoch das 118. Podium seiner Karriere – ihm fehlen nur noch zwei Podestplätze auf die Bestmarke von Sebastien Loeb.
Katsuta entschuldigt sich
Takamoto Katsuta (Toyota) blieb bei seinem Heimspiel nur Rang vier, nachdem ihn ein schwieriger Freitagmorgen früh zurückgeworfen hatte. Unter anderem rutschte er in einen Entwässerungsgraben und zog sich einen Reifenschaden zu. „Entschuldigung an die japanischen Fans“, sagte Katsuta, dem es nicht mehr gelang, Sami Pajari (Toyota) vom dritten Platz zu verdrängen.
Bester Hyundai-Pilot wurde Adrien Fourmaux auf Rang fünf. Er erreichte das Ziel 38,8 Sekunden vor Thierry Neuville, der nach seinem Sieg in Portugal diesmal nicht über Platz sechs hinauskam.
„Wir haben an diesem Wochenende mit dem, was wir hatten, das Maximum herausgeholt“, sagte Neuville. „Wir konnten am Fahrzeug überhaupt keine Verbesserung finden. Allerdings fahren wir dieses Auto jetzt zum letzten Mal auf Asphalt. Deshalb bin ich ziemlich froh, jetzt auf Schotter zu wechseln, wo wir bessere Chancen auf gute Ergebnisse haben.“
Hayden Paddon wurde bei seinem ersten Japan-Start seit 2010 Siebter. Damals wurde die Rallye noch auf Schotter ausgetragen. Für den Neuseeländer könnte es zugleich der letzte Hyundai-Einsatz der Saison gewesen sein. Jon Armstrong brachte den besten M-Sport-Ford auf Rang acht ins Ziel. Teamkollege Josh McErlean rückte auf der letzten Prüfung noch auf Platz zehn vor und sicherte sich damit den letzten WM-Punkt, nachdem er am Freitag wegen eines Reifenwechsels Zeit verloren hatte.
In der WRC2 entwickelte sich ein enger Zweikampf zwischen Nikolay Gryazin (Lancia) und Alejandro Cachon (Toyota). Cachon lag am Freitag nach mehreren Führungswechseln vorn, doch Gryazin übernahm am Samstag im Lancia Ypsilon Rally2 HF Integrale die Spitze. Als sich Cachon auf der letzten Prüfung drehte, war die Entscheidung gefallen. Gryazin gewann die WRC2 mit 18,3 Sekunden Vorsprung und übernahm zugleich die Führung in der Meisterschaft.
Ergebnis Rallye Japan 2026
| 1 | Elfyn Evans / Scott Martin | Toyota GR Yaris Rally1 | 3:17:08.0 |
| 2 | Sebastien Ogier / Vincent Landais | Toyota GR Yaris Rally1 | +12.8 |
| 3 | Sami Pajari / Marko Salminen | Toyota GR Yaris Rally1 | +51.4 |
| 4 | Takamoto Katsuta / Aaron Johnston | Toyota GR Yaris Rally1 | +1:03.5 |
| 5 | Adrien Fourmaux / Alexandre Coria | Hyundai i20 N Rally1 | +2:34.8 |
| 6 | Thierry Neuville / Martijn Wydaeghe | Hyundai i20 N Rally1 | +3:13.6 |
| 7 | Hayden Paddon / John Kennard | Hyundai i20 N Rally1 | +4:44.8 |
| 8 | Jon Armstrong / Shane Byrne | Ford Puma Rally1 | +5:45.2 |
| 9 | Nikolay Gryazin / Konstantin Aleksandrov | Lancia Ypsilon Rally2 | +9:21.3 |
| 10 | Josh McErlean / Eoin Treacy | Ford Puma Rally1 | +9:23.0 |

