Mit dem klaren Gesamtsieg von Christopher Gerhard / Björn Mann endete die 38. ADAC Rallye Kohle und Stahl am 19. September 2026. Beim elften Vorlauf zum Ravenol Deutschen Rallye Cup fuhr das Duo im Citroën C3 Rally2 alle Bestzeiten. Den zweiten Platz belegten Max Reiter / Conny Nemenich im lediglich frontangetriebenen Lancia Y Rally4 (RC4) vor drei weiteren RC2-Allradlern: Uwe und Jenny Gropp im Citroën C3 Rally2, Daniel Rexhausen / Steffen Reith im Skoda Fabia R5 sowie Stefan Göttig / Tina Annemüller im Hyundai i20 Rally2.
„Das war eine richtig klasse organisierte Veranstaltung, die Prüfungen waren spitze. Danke an den Veranstalter und jede einzelne Person, die daran mitgewirkt hat“, erklärte Gerhard im Ziel. „Danke auch an meinen Co Björn und mein gesamtes Team für das großartige Auto.“
In der Sonderwertung Gassner Motorsport TOP Five Trophy innerhalb des Ravenol DRC, in der die DRC-Teams Punkte für Platzierungen in den Top Five der Gesamtwertung erhalten, gibt es nun ein Patt. Gerhard und Reiter liegen punktgleich an der Spitze.
„Durch unsere zwei Ausfälle haben wir weniger Punkte, als es hätten sein können, aber so bleibt es spannend, und das hat ja auch was“, kommentiert Gerhard.
Strahlende Gesichter gab es auch im Team Reiter / Nemenich: „Mit dem Klassensieg und dem zweiten Platz haben wir unser Ziel erreicht. Drei von vier Rally2-Fahrzeugen mit unserem ‚kleinen‘ RC4 zu schlagen, ist schon echt stark. Teilweise war es auch sportlich, was wir dafür an Spuren auf den Asphalt brennen mussten.“
Reiter, der in der DRC-Gesamtwertung auf Platz fünf vorrückte und auch in der Saarländischen Rallye-Meisterschaft seine Führung festigte, ergänzte: „Wir haben alle machbaren Punkte mitgenommen.“
Aufholjagd von Müller und Pöttgen ausgebremst
Das Ziel von Kevin Müller / Stephanie Spreitzer im Toyota GR Yaris (NC2) und Niklas Pöttgen / David Wölwer im Seat Ibiza aus der seriennahen Klasse NC8 war es, mit Top-Resultaten zu Mathias Schläppi als Führendem des Ravenol DRC aufzuschließen.
Für Müller / Spreitzer endete die „Kohle“ bereits auf der zweiten Prüfung: „Wie schon in Kempenich: ein Differentialschaden.“
Pöttgen / Wölwer trafen auf das erwartet hohe Tempo in ihrer Klasse. „Wir haben unser Auto so sehr ausgequetscht wie schon lange nicht mehr. Leider hatten wir den etwas kürzeren Atem, mit dem dritten Platz haben wir aber noch gute Punkte geholt.“
Der Klassensieg ging erneut an den 19-jährigen Finn Nittel, der im BMW E36 beim dritten Start den dritten Sieg holte. „Wir hatten auf eine Revanche gegen Finn gehofft, aber in der Liga konnten wir heute nicht mitfahren“, bekannte Pöttgen.
In der DRC-Tabelle belegt das Duo den zweiten Platz hinter Schläppi und vor Müller.
Stefan Petto und Co-Pilot Marco Cremer gewannen im Opel Corsa D OPC die Klasse NC2 und schoben sich damit auf den sechsten Platz der DRC-Zwischenwertung.
„Zu Beginn wollten wir sicher fahren und schauen, wie die Zeiten so sind. Nach dem Ausfall von Müller lagen wir auf dem zweiten Platz, der Sieg war sicher, als Tischner dann auf der letzten WP aufgeben musste“, freute sich das Duo.
Petto ergänzte: „Schöne Prüfungen, viele Fans an der Strecke und unser Ziel, am Ende unter den Top Five der DRC zu landen, scheint realistisch zu sein.“
Nach den Punkten für den dritten Platz in der NC3 liegen Werner Löseke / Paul Tenberge im BMW M3 nun auf dem achten DRC-Rang. In der Sonderwertung Ravenol DRC Trophy powered by Pirelli festigten sie ihren dritten Platz hinter Schläppi und Pöttgen.
Michael Schwall / Jasmin Wittemann gewannen im Suzuki Swift Sport die Klasse NC4 und schoben sich mit Platz neun in die Top Ten der DRC-Tabelle.
Ergebnis 38. Rallye Kohle und Stahl
| 1. | Christopher Gerhard / Björn Mann | Citroën C3 Rally2 | 37:47.9 |
| 2. | Max Reiter / Conny Nemenich | Lancia Ypsilon Rally4 HF | +46.9 |
| 3. | Uwe Gropp / Jenny Gropp | Citroën C3 Rally2 | +1:01.8 |
| 4. | Daniel Rexhausen / Steffen Reith | Skoda Fabia RS Rally2 | +1:03.8 |
| 5. | Stefan Göttig / Tina Annemüller | Hyundai i20 N Rally2 | +1:52.2 |
| 6. | Udo Schütt / Peter Schaaf | Opel Corsa Rally4 | +2:51.0 |
| 7. | Lars Schwarzmannseder / A. Hornung | Renault Clio III RS | +3:26.8 |
| 8. | Kurt Escher / Leon Hasenkamp | Renault Clio Rally5 | +3:46.7 |
| 9. | Daniel Wittner / Sandra Wittner | Renault Clio Rally5 | +3:47.0 |
| 10. | Stefan Petto / Marco Cremer | Opel Corsa D OPC | +4:09.0 |
