Adrien Fourmaux hat die Rallye Estland auf Rang drei beendet und damit das enge Hyundai-Duell gegen Thierry Neuville für sich entschieden. Vor dem Schlusstag trennten die beiden Teamkollegen lediglich 1,9 Sekunden.
Auf der ersten Sonntagsprüfung vergrößerte Fourmaux seinen Vorsprung zunächst auf 9,8 Sekunden. Neuville antwortete zwar mit einer starken Power Stage, konnte den Podiumsplatz aber nicht mehr zurückerobern. Im Ziel lag Fourmaux 5,9 Sekunden vor dem Belgier.
„Es fühlt sich gut an, bei einer Rallye wie Estland wieder auf dem Podium zu stehen, wo die Straßen so schnell sind“, sagte Fourmaux. „Das ist auch sehr wichtig für das Selbstvertrauen vor der Rallye Finnland.“

Der Franzose wertete den direkten Vergleich mit Neuville als besonders wertvoll. „Wir hatten das ganze Wochenende über einen sehr guten Kampf mit Thierry, bis zur letzten Prüfung. Es war ein sehr positives Wochenende, und die Erfahrung aus diesem direkten Duell war wirklich wichtig.“
Mit seiner Leistung auf der Power Stage war Fourmaux allerdings nicht vollständig zufrieden. „Ich hätte dort wahrscheinlich etwas stärker angreifen sollen, weil das Punktesystem ziemlich hart ist. In gewisser Weise verleitet es einen fast dazu, auf dieser Prüfung etwas Tempo herauszunehmen, aber so ist es nun einmal.“
Den Erfolg gegen den eigenen Teamkollegen ordnete Fourmaux beinahe wie einen Sieg ein. „Es fühlt sich ein wenig wie ein Sieg an, weil man mit denselben Mitteln und demselben Auto kämpft. Das ist immer eines der Ziele.“
Der größere Anspruch bleibe dennoch, die Toyota-Piloten zu schlagen. „Natürlich wollen wir die Toyota-Fahrer besiegen, aber auch der Vergleich mit dem eigenen Teamkollegen ist wichtig.“
Für Fourmaux war Rang drei zugleich die passende Antwort auf die enttäuschende Akropolis-Rallye. Dort hatte er zu Beginn um die Spitze gekämpft, war durch mehrere Reifenschäden aber weit zurückgefallen und am Ende nur Siebter geworden.
„Griechenland war enttäuschend für uns, aber hier waren wir das ganze Wochenende voll auf Angriff“, sagte Fourmaux. „Das Kräfteverhältnis hat sich immer wieder verschoben. Insgesamt war es ein gutes Wochenende.“
Die Rallye Finnland findet vom 30. Juli bis 2. August rund um Jyväskylä statt.
