Die ostthüringische Kleinstadt Weida gilt als die „Wiege“ des Vogtlandes, das sich über die drei Bundesländer Thüringen, Sachsen und Bayern erstreckt. Deshalb hat sich die Osterburg-Rallye nach der Wende schnell zum Treffpunkt der Aktiven aus diesen drei Regionen entwickelt. Das schlägt sich in den Meisterschaftsserien nieder: Thüringer Meisterschaft, Sächsische Meisterschaft, Nord-Ost-Oberfranken-Pokal und Regionalpokal Oberfranken – und als Dach natürlich die ADMV-Meisterschaft.
Seit vielen Jahren beherbergt der Ort Steinsdorf, 4 km südlich von Weida, das Rallyezentrum mit der großen Wiese als Fahrerlager und dem Zelt für die Siegerehrung und die After-Race-Party. Das bleibt auch 2026 so, ab 12:15 Uhr rollen die Fahrzeuge aus dem Startpark zur WP 1. Die beiden Sprintstrecken über 4 km und 10 km nutzen zwar bekannte Pisten, sind aber neu zusammengestellt – mit einigen Überraschungen. In Weida selbst gibt es neue Attraktionen. Der 2025 erstmals durchgeführte Stadtrundkurs wird in diesem Jahr zwei Durchgänge erleben – zum Ende der ersten Schleife als WP 3 und als letzte der sechs Wertungsprüfungen. Neu ist eine große Zuschauerzone am Rundkurs: Über eine Treppe gelangen die Fans auf eine Art Galerie oberhalb der Strecke mit bester Übersicht. Der Ehrenstart zur Mittagszeit auf dem Marktplatz entfällt, dafür wird der Marktplatz ab 13:45 Uhr zum Schauplatz der Halbzeitpause; beim Start zur zweiten Schleife ab 15:00 Uhr werden alle Crews unterm Startbogen vorgestellt.
Als Favoriten starten mit Nummer 1 Rudi Reindl und Michael Ehrle im Mitsubishi Evo 9, die die Rallye zu Füßen der Osterburg schon sechsmal gewonnen haben. Zu den Herausforderern zählen seine Mitsu-Kollegen John Macht, Zweiter 2025, und Nick Heilborn, Sieger 2022. Andere ehemalige Osterburg-Sieger peilen Klassensiege an: Der dreimalige Sieger Bernd Michel (Opel Kadett) muss sich in der 2-Liter-Klasse mit Yannik Keller (Ford Fiesta), Sebastian Zimmermann (Skoda Fabia) und Helmut Hodel (VW Golf) messen. Jan Horlbeck im Fiesta, Gewinner von 2010, trifft in der Klasse RC4 auf Fabian Schulze im Peugeot 208. Und Reinhard Honke, Sieger im ersten Nachwendejahr 1991, trifft in der Klasse NC6 im Oldie-Duell auf Andre Raupach. Oder sie kommen einfach mal wieder nach Weida wie Dirk Richter, der hier vor 20 Jahren im Ford Escort WRC triumphierte.
Rund eine Viertelstunde nach dem letzten Trabant der Rallye 35 starten 26 historische Rallye-Fahrzeuge – eine Rekordzahl für Weida – zur 9. ADMV-Osterburg-Histo-Rallye mit einem bunten Feld von Trabant, Wartburg und Lada bis zum Volvo 142 und Lancia Delta Integrale. Programmhefte gibt es an den Tankstellen in Weida.
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