Projekt E nimmt Fahrt auf

Premiere für Elektro-Rallycross-Supercar

Großer Bahnhof am Rande des WM-Laufs in Riga: Manfred Stohl präsentiert das erste vollelektrische Projekt E-Rallycross-Auto, mit dem im kommenden Jahr ein neues Zeitalter in der WRX beginnen soll.

Die Daten sind beeindruckend: Mit je einem Elektro-Motor an Vorder- und Hinterachse, 450 kW (613 PS) und einem aus dem Stand zur Verfügung stehenden Drehmoment von 1.100 Nm erreicht der erste Elektro-Rallycross-Prototyp beeindruckende Beschleunigungswerte. „Projekt E wird ab 2020 eine völlig neue und innovative Erfahrung im Rallycross sein“, ist Manfred Stohl überzeugt.

STARD, die Firma des Österreichers, ist verantwortlich für die Entwicklung und die Ausrüstung der Elektro-Fahrzeuge, die ab sofort von Kunden bestellt werden können. Wer möchte, kann sich bei Stohl ein komplett neues Auto bestellen, aber auch sein aktuelles Fahrzeug mit dem von STARD entwickelten elektrischen Antriebsstrang ausrüsten lassen. „Es gibt im Moment sehr viele Bemühungen im Bereich von Rennsport mit Hybrid oder Elektro, aber was Projekt E so besonders macht, ist der Umstand, dass wir Serien-Elektromotoren verwenden“, so Stohl.

Im kommenden Jahr sollen Projekt E-Rennen noch als Rahmenprogramm zwischen den WRX-Läufen stattfinden, werden diese aber ab 2021 schrittweise ablösen. Stohl und seine Mitstreiter hoffen auf großen Anklang bei den Fahrern, auch weil die Einsatzkosten deutlich geringer sind, als bei vergleichbaren Verbrenner-Autos.

„Ich gehe von einer Ersparnis von 60 Prozent aus, denn wir brauchen weniger Teile wie den Turbo, oder die Kupplung und sparen uns dafür auch die Wartungskosten“, so Stohl, der bereits im kommenden Jahr mit einem großen Feld rechnet. „Wir haben so viele positive Rückmeldungen bekommen, dass ich von 12 bis 15 E-Fahrzeugen ausgehe.“

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