Ravenol DRC

Reiter gewinnt im Hunsrück, Schläppi baut DRC-Führung aus

Die Hunsrück-Junior-Rallye lieferte einen turbulenten sechsten Vorlauf zum Ravenol Deutschen Rallye Cup. Max Reiter und Conny Nemenich setzten sich im Lancia Ypsilon Rally4 HF gegen die Konkurrenz durch, während Mathias Schläppi seine Führung in der DRC-Wertung weiter ausbaute.

24. Mai 2026

DRC MEDIA TEAM

Reiter gewinnt im Hunsrück, Schläppi baut DRC-Führung aus

Max Reiter / Conny Nemenich haben die 27. AvD/STH Hunsrück-Junior-Rallye gewonnen. Das saarländische Duo setzte sich im Lancia Ypsilon Rally4 HF aus der Klasse RC4 mit 45 Sekunden Vorsprung gegen Jonas Ertz / Anna-Lena Mergen im Opel Corsa Rally4 durch.

Ertz / Mergen eroberten Rang zwei erst auf der letzten Prüfung. Mit 2,4 Sekunden Vorsprung verdrängten sie Michael Bieg / Vanessa Dagge im Mitsubishi Lancer auf den dritten Platz. Dabei hatte der Rallye-Verlauf zunächst für andere Favoriten gesprochen. Christopher Gerhard / Lena März lagen im Citroën C3 Rally2 nach Bestzeiten auf den ersten drei Prüfungen zur Halbzeit an der Spitze, mussten ihren Allradler jedoch mit Elektrikproblemen abstellen. Auch Uwe und Jenny Gropp, ebenfalls im Citroën C3 Rally2 unterwegs, schieden spät aus. Sie lagen vor der finalen Prüfung hinter Reiter auf Platz zwei, mussten aber mit Getriebeproblemen aufgeben.

Für Reiter / Nemenich hatte der Sieg auch in der Meisterschaft Bedeutung. Mit nur drei Top-Ergebnissen rückte das Duo auf den sechsten Zwischenrang im Ravenol DRC vor. In der Gassner Motorsport TOP Five Trophy, in der eingeschriebene DRC-Teilnehmer gewertet werden, die in die Top-Fünf der Gesamtwertung fahren, bauten sie ihre Führung aus.

„Die Veranstaltung ist für uns wirklich sehr gut gelaufen, trotz kleinerer Fehler sind wir mit dem Ergebnis natürlich zufrieden“, sagte Reiter im Ziel. „Die Hunsrück-Junior führte wie immer über sehr anspruchsvolle Wertungsprüfungen, die boten alles, was das Herz begehrt.“

Schläppi baut Vorsprung aus

Mathias Schläppi bleibt im Ravenol Deutschen Rallye Cup auf Kurs. Der Schweizer gewann im Peugeot 208 R2 zum fünften Mal die stark besetzte Klasse NC3 und baute damit seine Führung sowohl im Ravenol DRC als auch in der Ravenol DRC Trophy powered by Pirelli aus. Bei der Hunsrück-Junior war es für ihn zudem der dritte Klassensieg in Folge.

„Aller guten Dinge sind doch drei“, sagte Schläppi im Ziel. „Zu Beginn hatten wir gepuscht und lagen vor der letzten WP in Schlagdistanz zum Gesamt-Podium. In der Prüfung machte ich dann aber einige Fehler, so dass ich anschließend nur noch den Klassensieg sicher nach Hause gefahren habe.“

Am Ende reichte es für Schläppi und seine neue Beifahrerin Iris Thurnherr zum fünften Gesamtrang. Mit der Schweizerin saß er im Hunsrück erstmals gemeinsam im Auto. „Das hat super funktioniert, sie hat sehr viel Gefühl für die Ansagen, da merkt man, dass sie früher selbst gefahren ist.“

Kevin Müller / Stefanie Spreitzer gewannen im Toyota GR Yaris die Klasse NC2 und rückten bis auf 0,59 Punkte an den DRC-Zweiten Niklas Pöttgen heran. Ihr Auto, intern „Daisy“ genannt, bekam auf den Schotterpassagen allerdings einiges ab.

„Die Prüfungen waren wie gewohnt sehr schön für unsere Daisy, allerdings ist die Dame wohl weniger dicht wie gedacht, nach den Schotterpassagen waren wir im Auto wie geteert und gefedert“, sagte das Duo im Ziel. „Nach der Nullrunde zu Beginn nehmen wir die Punkte jetzt so wie sie kommen.“

Tony Bayer / Dominik Buß verbesserten sich mit Rang zwei in der Klasse NC2 auf den vierten Platz der DRC-Wertung. Im BMW 323ti mussten sie sich zwar Müller / Spreitzer geschlagen geben, zogen aber ein positives Fazit.

„Nach einer beschwerlichen Anreise mit zwei Plattfüßen am Anhänger lief die Rallye dann wirklich gut“, sagte Bayer. „Die Schotterpassagen waren toll, dort haben wir aber gemerkt, dass beim ersten Start hier doch die Streckenkenntnisse fehlen und wir gerade dort mit unserem Hecktriebler gegen die Klassenkollegen mit Allrad keine wirkliche Chance haben.“

Escher gewinnt ADAC Rallye Junior Cup

Im ADAC Rallye Junior Cup ging der Sieg an Kurt Escher / Leon Hasenkamp. Die neue Nachwuchsserie wird mit identischen Opel Corsa Rally6 ausgetragen. Arwed und Aaron Jungnickel belegten im Hunsrück den zweiten Platz. Da beide Teams den Auftaktlauf in umgekehrter Reihenfolge beendet hatten, liegen sie nun punktgleich an der Spitze der Cup-Wertung.

„Schon beim ersten Lauf hatte ich den Speed, vorne mitfahren zu können, jetzt bin ich sogar auf der Strecke geblieben“, sagte Escher im Ziel. „Solch ein Sieg belohnt die Arbeit aller, die daran beteiligt sind. Danke auch für die neue Ravenol-Speed-Trophy und die damit verbundenen Preisgelder.“

Vier der mit jeweils 50 Euro dotierten WP-Bestzeiten in der Ravenol-Speed-Trophy gingen an Escher, eine Bestzeit sicherte sich Jungnickel. Der Tabellenführer haderte anschließend mit seinem zweiten Platz.

„Nach der Bestzeit zu Beginn haben wir durch den Abbruch der zweiten Prüfung etwas den Rhythmus verloren. Beim Versuch die Führung wieder zurückzuholen war ich zu aggressiv unterwegs, da ist meine Strategie auf den unfassbar coolen Prüfungen in die Hose gegangen“, erklärte Arwed Jungnickel.

Für Lukas Meiners / Leon Witte war der Lauf bereits wenige Kurven vor dem Ende der ersten Prüfung beendet. Auch Luca und Merle Wanke erreichten das Ziel nicht. Sie mussten nach einem Ausrutscher und dessen Folgen nach der dritten Wertungsprüfung aufgeben.

1Max Reiter / Conny NemenichLancia Ypsilon Rally4 HF44:39.1
2Jonas Ertz / Anna-Lena MergenOpel Corsa Rally4+45.0
3Michael Bieg / Vanessa DaggeMitsubishi Lancer Evo IX+47.4
4Anthony Rott / Alex WernertPeugeot 208 Rally4+57.5
5Mathias Schläppi / Iris ThurnherrPeugeot 208 R2+1:03.0
6Kevin Müller / Stefanie SpreitzerToyota GR Yaris+1:05.4
7Udo Schütt / Peter SchaafOpel Corsa Rally4+1:17.5
8Tony Bayer / Dominik BußBMW 323 Ti Compact E36+1:42.6
9Markus Drüge / Linus NollOpel Corsa Rally4+2:09.8
10Leonard Weiss / Nick HainkeFord Fiesta Rally3+2:15.8

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