Mehr Nennungen

Ravenol DRC: Zweite Saisonhälfte beginnt in Visselhövede

Mit der 64. ADAC Vissel-Rallye startet der Ravenol Deutsche Rallye Cup am 6. Juni in die zweite Saisonhälfte. Während Kevin Müller und Tony Bayer weiter zur Cup-Spitze aufschließen wollen, geht auch der ADAC Rallye Junior Cup in Visselhövede in seine dritte Runde.

4. Juni 2026

DRC MEDIA TEAM

Ravenol DRC: Zweite Saisonhälfte beginnt in Visselhövede

Mit der 64. ADAC Vissel-Rallye startet der Ravenol Deutsche Rallye Cup am 6. Juni 2026 in die zweite Saisonhälfte. Die Veranstaltung rund um Visselhövede ist der siebte von dreizehn Vorläufen, anschließend folgt noch das Finale im Saarland. Im Norden, in der Mitte des Dreiecks zwischen Hannover, Hamburg und Bremen, treten die Teams auf sieben Wertungsprüfungen über insgesamt 68,9 Kilometer an.

„Die Prüfungen sind überwiegend Variationen bekannter Strecken, davon führen knapp 19 Kilometer über glatten Schotter“, erklärt Henrik Grünhagen von der veranstaltenden MSG Visselhövede.

Mit 63 Nennungen wurde das Ergebnis der Vorjahre um rund 30 Prozent übertroffen. „Das wirklich starke Nennergebnis hat uns sehr gefreut und auch vor kleinere Probleme gestellt. Aber das sind sogenannte Luxusprobleme, die wir gerne gelöst haben.“ Grünhagen ergänzt: „Unser neuer Termin und die hohe Zahl der DRC-Teilnehmer sind bestimmt Gründe für die Steigerung. Darüber hinaus freuen wir uns, dass wir auch den Teams des ADAC Rallye Junior Cup eine Bühne bieten können.“

Das Feld wird von Christopher Gerhard / Lena März angeführt, die bei der letzten DRC-Runde im Hunsrück ihren Citroën C3 Rally2 in Führung liegend mit einem inzwischen gelösten Elektronikproblem abstellen mussten. Gerhard hat gute Erinnerungen an die Vissel-Rallye, schließlich gewann er die beiden letzten Ausgaben. „Die Vissel-Rallye war letztes Jahr perfekt organisiert und die Strecken haben uns sehr gut gefallen. Auch der permanente Wechsel zwischen Schotter und Asphalt. Zudem sind die Prüfungen viel komplexer, als man das meint“, erklärte er vor dem Start. „Wenn wir die Performance aus dem letzten Jahr wieder zeigen können, sollten wir um den Sieg kämpfen können.“

Dahinter folgen zwei weitere RC2-Teams in ihren Skoda Fabia. Dennis Rostek startet diesmal mit Tilmann Bößert auf dem Beifahrersitz, Dark Liebehenschel tritt gemeinsam mit Linus Noll an.

Müller und Bayer wollen aufschließen

Direkt hinter dem Spitzentrio folgen zwei Teams aus der DRC-Spitze. Tony Bayer / Dominik Buß tragen die Startnummer vier, nachdem sie im vergangenen Jahr mit ihrem BMW 323ti den dritten Gesamtrang erreicht hatten. Dahinter starten Kevin Müller / Stefanie Spreitzer in ihrem Toyota GR Yaris, der auf den Namen „Daisy“ hört.

Beide Teams kämpfen auf den Plätzen drei und vier um den Anschluss an die Spitze des Ravenol DRC. Die beiden Führenden, Cup-Leader Mathias Schläppi und der zweitplatzierte Niklas Pöttgen, lassen den Lauf im hohen Norden aus. Für die Verfolger sind damit wichtige Punkte möglich. Erschwert wird die Aufgabe allerdings dadurch, dass Müller und Bayer in derselben Klasse NC2 starten und sich zwangsläufig gegenseitig Punkte wegnehmen.

Bayer dämpft die Erwartungen, den Vorjahreserfolg zu wiederholen: „Bei dem Starterfeld wird das nichts werden. Die Prüfungen sind schnell und flüssig mit viel schnellem Schotteranteil. Wegen der Schotterpassagen wird es nicht nur gegen Kevin im Allradler schwer, auch die heimischen Teams werden von ihren Ortskenntnissen profitieren. Wir freuen uns auf spannende Duelle, und das Ergebnis ist nicht vorhersehbar.“

Müller / Spreitzer gewannen im vergangenen Jahr mit ihrem Kadett die Klasse NC3 und belegten den achten Gesamtrang. „Die Prüfungen würden unserem Kadett besser passen als unserer Daisy, aber wir stellen uns der Herausforderung“, erklärt das Duo. „Tony und Dominik sind richtig schnell, das wird ein hartes Brett. Aber die Rallyes im Norden sind wirklich schön. Die Menschen sind dort alle sehr herzlich, und wir fahren gerne dort.“

ADAC Rallye Junior Cup geht in die dritte Runde

Nach den beiden ersten Läufen zum neuen ADAC Rallye Junior Cup kommen gleich zwei Teams als Tabellenführer zur Vissel-Rallye. Die Brüder Arwed und Aaron Jungnickel gewannen den Auftakt vor Kurt Escher. Beim zweiten Lauf im Hunsrück, bei dem Escher gemeinsam mit Alexander Hirsch antrat, war die Reihenfolge umgekehrt. Beide Teams starten in identischen Opel Corsa Rally6.

„Ich sehe mich selbst nicht als Favorit, denn ich weiß, dass ich als Rallyefahrer noch viel lernen muss. Umso mehr freut es mich, in dieser Position hier anzutreten“, sagt Escher. „Unser Ziel ist dennoch klar: Wir wollen gewinnen und auch die Zusatzpunkte mit nach Hause nehmen.“

Neben den Punkten für die Platzierung gibt es Zusatzzähler für das Team, das die meisten Cup-Bestzeiten fährt. Zusätzlich zu den Preisgeldern je Junior-Cup-Lauf erhalten die Teams im Rahmen der Ravenol-Speed-Trophy für jede bei einer Veranstaltung erzielte Cup-Bestzeit 50 Euro.

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