Die Veranstaltung greift erneut auf anspruchsvolle Prüfungen zurück, die eng mit der früheren Hunsrück-Rallye verbunden sind. Auf dem Programm stehen zwei Rundkurse und eine Start-Ziel-Prüfung, die jeweils zweimal gefahren werden. Insgesamt umfasst die Rallye rund 140 Kilometer, davon 62,5 Kilometer auf Wertungsprüfungen. Knapp zehn Kilometer führen über Schotter.
„Wie in jedem Jahr haben wir neue Varianten der bekannten Prüfungen gefunden – teilweise wurden die schon in den 80-er Jahren bei der großen Hunsrück gefahren, die Sprint-WP durch den Steinbruch ist jetzt sogar 14 Kilometer lang“, erklärt Rallye-Leiter Kim Oliver Rieth. „Wie immer gab es eine super Zusammenarbeit mit den Genehmigungsbehörden und den beteiligten Gemeinden. Besonders freuen wir uns auf die Teilnehmer des ADAC Rallye Junior Cup.“
An der Spitze des Feldes stehen zwei Citroën C3 Rally2. Christopher Gerhard / Lena März sowie Uwe Gropp / Jenny Gropp treten mit den RC2-Allradfahrzeugen an. Dahinter folgen Max Reiter / Conny Nemenich im Lancia Y Rally4 HF, die als Führende der stark besetzten RC4-Gruppe auch für vordere Gesamtplatzierungen infrage kommen.
Zur RC4-Konkurrenz zählen unter anderem Udo Schütt / Peter Schaaf sowie Karl-Otto Niebäumer / Anna Niebäumer in ihren Opel Corsa und die Franzosen Anthony Rott / Alex Wernert im Peugeot 208. Michael Bieg / Vanessa Dagge treten im Mitsubishi Lancer mit Allradantrieb an.
Zusätzliche Bedeutung bekommt der Lauf durch die Gassner Motorsport TOP Five Trophy. Dort sammeln eingeschriebene DRC-Teams Punkte, wenn sie sich unter den besten fünf der Gesamtwertung platzieren. Neben Tabellenführer Max Reiter kämpfen auch Christopher Gerhard, Michael Bieg, Uwe Gropp und Kevin Müller um wichtige Zähler.
Schläppi will DRC-Führung verteidigen
Mathias Schläppi reist als Tabellenführer des Ravenol DRC in den Hunsrück. Der Schweizer hatte auf der Ostalb mit dem Sieg in der Klasse NC3 die Spitze übernommen. In Veitsrodt startet er gemeinsam mit Iris Thurnherr im Peugeot 208 R2.
„An die ‚Junior‘ habe ich sehr gute Erinnerungen. Vor zwei Jahren bin ich hier meine erste Rallye70 gefahren und gewann direkt die Klasse gegen 25 Teilnehmer. Das war ein genialer Einstand, den Klassensieg konnte ich im letzten Jahr wiederholen“, erklärt Schläppi. „Hier gibt es keine Strecken für Power-Autos, hier zählt mehr die fahrerische Leistung. Auf den Steinbruch freue ich mich ganz besonders.“
Kevin Müller / Stefanie Spreitzer liegen mit bislang drei Ergebnissen im Toyota GR Yaris auf Rang drei der DRC-Wertung. Für das Duo aus der Eifel hat die Hunsrück-Junior-Rallye einen besonderen Stellenwert.
„Von uns in der Eifel aus ist die ‚Hunsrück‘ so etwas wie ein entferntes Heimspiel. Die Veranstaltung ist toll organisiert und die Prüfungen – vor allem der Steinbruch – immer sehr anspruchsvoll“, erklärt das Duo. „Wir werden unser Bestes geben und versuchen, unsere ‚Daisy‘ so weit vorne wie möglich zu platzieren.“
Auch Stefan Petto / Marco Cremer greifen in der Klasse NC2 an. Mit drei Resultaten stehen sie derzeit auf dem fünften DRC-Rang. Ihr Einsatzfahrzeug ist ein Opel Corsa D OPC.
„Die Vorfreude auf die Hunsrück Junior ist riesig. Die Veranstaltung ist jedes Jahr etwas ganz Besonderes – vor allem die anspruchsvollen Wertungsprüfungen durch den Steinbruch mit dem vielen Schotter machen die Rallye einzigartig“, erklärt Petto. „Wir wollen wieder um einen Podiumsplatz kämpfen. Realistisch betrachtet ist irgendwo zwischen Platz 3 und Platz 5 alles möglich.“
Neu: Ravenol-Speed-Trophy
Der ADAC Rallye Junior Cup startet mit einer zusätzlichen Wertung in die nächste Runde. In der Nachwuchsserie treten alle Teilnehmer mit identischen Opel Corsa Rally6 an. Der Sieger erhält am Jahresende den Aufstieg in den ADAC Opel GSE Rally Cup. Dafür stellt der ADAC einen Opel Mokka GSE Rally kostenlos bereit, übernimmt die Einschreibegebühr und zahlt einen Zuschuss zum Einsatzbudget.
Neu ist die Ravenol-Speed-Trophy. Für jede Cup-Bestzeit bei einer Veranstaltung erhält das jeweilige Team zusätzlich 50 Euro. Damit wird innerhalb der Nachwuchswertung ein weiterer Anreiz gesetzt, auch einzelne Prüfungen gezielt anzugreifen.
Nach dem Auftakt kommen Arwed und Aaron Jungnickel als Tabellenführer in den Hunsrück. Für die Brüder ist die Veranstaltung Neuland. „Wir sind dort noch nie gestartet, freuen uns auf den Start und möchten sehen, was wir erreichen können,“ erklärt Jungnickel. „Natürlich würden wir gerne unsere Siegesserie fortsetzen, aber das wird sicher schwierig, denn unsere Kontrahenten werden alles daransetzen, das zu verhindern.“






