Zusammenfassung: Peugeot-Doppelsieg durch Grönholm und Rovanperä.

Peugeot und Finnland sind die klaren Sieger des zweiten Laufes zur Rallye-Weltmeisterschaft im winterlichen Schweden.

3. Februar 2002

Michael Heimrich

Zusammenfassung: Peugeot-Doppelsieg durch Grönholm und Rovanperä.

Der Marken-Weltmeister Peugeot schaffte unter den Finnen Marcus Grönholm/Timo Rautiainen und Harri Rovanperä/Risto Pietiläinen seinen achten WM-Doppelsieg und zugleich in Schweden den Hattrick. Nach 16 vereisten und verschneiten Prüfungen und knapp 1 900 Gesamtkilometern verwies der Millennium-Weltmeister Grönholm bei seinem zweiten Schweden-Erfolg den Vorjahressieger Rovanperä klar mit 1:24,5 Minuten Vorsprung auf den zweiten Platz.

Als Dritte mit einem Rückstand von 2:25,8 Minuten kamen am Sonntagnachmittag die spanischen Ford Focus-Piloten Carlos Sainz/Luis Moya in Karlstad an. Mit seinem siebten WM-Triumph hat Grönholm in der Marken-WM mit 12 Punkten die Führung vor seinem Landsmann Tommi Mäkinen (10 Zähler), der bereits am Freitag mit Motorschaden am Subaru Impreza vorzeitig ausschied, übernommen. Bei den Marken übernahm Titelverteidiger Peugeot nach seinem 34. WM-Sieg mit 20 Punkten die Tabellenspitze vor Ford mit 16 Zählern.

Ein eher unrühmliches Ende nahm der 72. WM-Einsatz von Armin Schwarz (Oberreichenbach). Nach einem enttäuschenden 20. Zwischenrang mussten Schwarz und Manfred Hiemer (München) bei ihrer zweiten Hyundai-Dienstfahrt ihren Accent zur Mitte des letzten Tages mit einem Antriebsschaden abstellen. "Ich habe auf der ersten Prüfung einen ganz dummen Fehler gemacht und vergessen, die Differenziale zu aktivieren. Alles was ich noch sagen kann, ist: sorry für das Hyundai-Team, es war mein Fehler", erklärte ein etwas geknickter Schwarz seinen zweiten Saisonausfall.

Hyundai musste zur Hälfte der Finaletappe einen Doppelschlag einstecken, weil nur wenig später auch der Belgier Freddy Loix mit Aufhängungsschaden ausschied. Bis dahin glänzte der nach seiner Beinfraktur mit Schmerzen fahrende Loix mit dem fünften Zwischenrang.

Schweden bleibt auch nach 51 Austragungsjahren die letzte Bastion der Skandinavier. Noch nie hatte ein Nicht-Skandinavier den schwedischen Rallye-Klassiker gewonnen. "Ich war schon vor dem Start sehr zuversichtlich. Das ist ein fantastisches Ergebnis für mich und für das Team. Wir hatten heute keinen Druck mehr. Das war genau unser Plan vom Start weg", meinte verschmitzt der über 1,90 Meter große Grönholm, der sich selbst ein vorzeitiges Geschenk vorzeitig zum 34. Geburtstag am Dienstag machte.

"Ich denke, diesen Erfolg braucht man nicht weiter zu kommentieren. Besser konnte es für uns nicht laufen. Die Jungs waren eine Klasse für", jubelte Peugeot-Sportdirektor Corrado Provera. Der dritte WM-Lauf findet vom 6. bis 10. März 2002 auf der Mittelmeerinsel Korsika statt.

[dpa]

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