Weitere Verbesserungen für Kubica geplant

Wegen seiner Handverletzung darf das Auto von Robert Kubica modifiziert werden. Doch über die Änderungen kursieren einige Gerüchte im Servicepark, wir fragen bei M-Sport-Chefingenieur Christian Loriaux nach.

16. Januar 2014

Michael Heimrich

Weitere Verbesserungen für Kubica geplant

Dank einer Sondergenehmigung der FIA kann das jeweilige Auto von Robert Kubica so angepasst werden, dass der Pole nicht den Schalthebel mit seiner rechte verletzten Hand bewegen muss, sondern per Wippe links am Lenkrad die Gänge wechselt. Ziehen bedeutet Hochschalten, durch das Drücken wird runter geschaltet.

„Mechanisch geschieht das durch einen Kompressor und eine Gangwechseleinheit. Wir nutzen ein pneumatisches System, Citroën hatte ein Hydraulisches“, erklärt M-Sport-Chefingenieur Christian Loriaux. „Wir mussten dazu die Elektronik anpassen und eine entsprechende Zündunterbrechung vorsehen. Diese darf nicht schneller sein als bei den anderen Fahrern, damit Robert keinen speziellen Vorteil hat. Im Moment ist die Unterbrechung ein wenig zu lang und er hat einen Nachteil dadurch.“ – Die FIA gestattet minimal 50 Millisekunden für den Gangwechsel und kann die Telemetriedaten auswerten, um sicher zu stellen, dass dieser Wert eingehalten wird.

Loriaux bedauert die kurze Vorbereitungszeit die sein Team hatte und verspricht weitere Verbesserungen für Kubica. „Im Moment kommt Robert gut damit klar, aber durch seine späte Entscheidung zu uns zu kommen hatten wir nicht viel Zeit um das System zu entwickeln. Am Ende waren es gerade einmal fünf Tage um es einzubauen und zur ersten Rallye zu fahren. Keine Frage, da muss noch mehr gemacht werden“, so Loriaux. Auch die Handbremse wurde für Kubica so modifiziert, dass er den Hebel nicht ziehen muss, sondern drücken kann.

Trotz seiner schmalen Finanzdecke plant M-Sport im Laufe der Saison weitere Verbesserungen in alle Fiesta WRC einfließen zu lassen. „Wir haben noch zwei Joker, die wir 2014 nutzen können. Einen für das Chassis, einen für den Motor. Noch wissen wir nicht, wann wir diese nutzen“, sagte Loriaux. Das neue Gesicht des Fiestas soll jedoch spätestens in Portugal debütieren. „Dafür brauchen wir keinen Joker, denn die neue Front ist bereits homologiert“, sagt Loriaux.

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