Volkswagen kennt den Vorteil der Gegner

Citroën scheint mit dem Teilzeitausstieg vieles richtig gemacht zu haben. VW-Sportchef Jost Capito betont erneut, welchen Vorteil die Franzosen dadurch bei der Entwicklung des neuen Autos haben. Aus gutem Grund. In Wolfsburg kennt man diesen aus der Vergangenheit nur zu gut.

22. Juni 2016

Michael Heimrich

Volkswagen kennt den Vorteil der Gegner

Noch knapp zwei Monate, dann will Jost Capito die Rallye-WM in Richtung Formel-1 verlassen. Obwohl schon im Januar sein Wechsel zu McLaren bekanntgeben wurde, verzögerte sich sein Abschied. Nun erklärte der 57-jährige, „dass es Ende August, Anfang September passieren wird.“
Bis dahin will er Volkswagen Motorsport auf einen guten Weg in die Zukunft bringen, denn mit dem neuen WRC-Reglement werden die Würfel in der Rallye-Weltmeisterschaft neugemischt und vor allem Citroën brennt darauf, die erfolgsverwöhnten Wolfsburger in ihre Schranken zu verweisen.
„Die Konkurrenz wird im kommenden Jahr härter. Citroën ist in dieser Saison nicht dabei und konzentriert sich voll auf die Entwicklung für 2017. Das gilt auf für Toyota, die ohne Beschränkungen bei den Testfahrten agieren können. Es ist also eine ordentliche Herausforderung für uns, auch in Zukunft bei der Musik zu sein“, sagte Capito.
Bei Volkswagen kennt man die Vorzüge, wenn man ein Auto mit keinerlei Testbeschränkung entwickeln kann. Vor dem Einstieg in die Topliga testete man den Polo R WRC ebenfalls in aller Ausführlichkeit und an Orten, die eingeschriebenen Teams durch das Reglement untersagt sind. Noch kurz vor dem Saisonstart schob man einen kostspieligen Test in den Höhenlagen von Mexiko ein. Capito weiß also, welchen Vorteil vor allem Citroën hat.
„Sie haben keinerlei Einschränkungen auch keine Begrenzung bei den Testtagen. Wir treten dagegen nicht nur in der Meisterschaft an, sondern müssen auch das neue Auto mit Einschränkungen bei der Anzahl der Tests entwickeln. Das bedeutet für uns sehr effizient zu sein und noch härter zu arbeiten“, so Capito.

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