Traumstart für Sebastien Loeb

Mit einer eindrucksvollen Bestzeit hat Sebastien Loeb die Führung bei der Rallye Monte Carlo 2006 übernommen. Die Konkurrenz kam mit großem Rückstand ins Ziel.

20. Januar 2006

Michael Heimrich

Traumstart für Sebastien Loeb

In Sachen Sebastien Loeb scheint sich bei der Rallye Monte Carlo nicht viel zu ändern. Der Weltmeister legt bereits zu Beginn die Meßlatte für die Konkurrenz so hoch, dass die Gegner nur ungläubig staunen können. Mit einer Zeit von 15:14.0 Minuten setzt Loeb auf den ersten 22.23 Wertungskilometer eine eindrucksvolle Bestmarke und übernimmt die Führung beim Saisonauftakt.

Über einen gelungenen Start kann sich auch Gilles Panizzi freuen, der mit dem RedBull-Skoda die zweitschnellste Zeit einfahren kann. Im Vorjahr bereits Dritter in der Gesamtwertung, hofft der Franzose auch diesmal für eine Überraschung zu sorgen. „Der Skoda ist top vorbereitet und wir können einiges erreichen“, so Panizzi, der nur 0.5 Sekunden schneller war, als Mitsubishi-Pilot Giggi Galli.

Deutlich schlechter lief es für Marcus Grönholm. Der Finne war bei seinem Ford-Debüt nicht nur „etwas nervös“, sondern blieb auf der Zufahrt zum Start auch noch im Verkehr stecken und geriet in Zeitnot. „Das hat ein wenig Konzentration gekostet“, gab der Finne zu, der wenig später bei einem kleinen Dreher den Motor abwürgte und über 36.5 Sekunden auf Loeb verlor.

Mitfavorit Petter Solberg wurde Opfer der schwierigen Bedingungen am Morgen und beklagte eine völlig falsche Reifenwahl, die ihm einen Rückstand von bereits 1:58.2 Minuten einbrachte. Besser lief es für seinen Teamkollegen Chris Atkinson, der zum ersten Mal in Monte Carlo startet. Der Australier fährt zwar ein Vorjahres-Modell, darf aber aktive Differenziale einsetzen und erreicht das Ziel der Prüfung mit einem Rückstand von 45.8 Sekunden.

Auch Manfred Stohl hatte am Morgen Probleme die richtigen Reifen zu wählen und büßte auf den ersten Kilometern im Peugeot 307 WRC über 1:05 Minuten ein.

Unterdessen sorgte ein falsch parkender Bus für ein folgenschweres Verkehrschaos auf der Zufahrt zu ersten Prüfung. Lediglich die ersten elf Fahrer konnten den Abschnitt absolvieren, danach musste der Veranstalter den Saisonauftakt unterbrechen und das restliche Starterfeld in den Parc fermé am Hafen umleiten. Erst zur vierten Prüfung am Nachmittag können diese Fahrer auf Zeitenjagd gehen.

[sideways=92]Aktuelle Ergebnisse…

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