SupeRally-Chaos in PWRC

In Abwesenheit des amtierenden PWRC-Champions Toshihiro Arai gewann sein Landsmann Fumio Nutahara den diesjährigen Saisonauftakt am Steuer eines Lancer Evo IX.

22. Januar 2006

Michael Heimrich

SupeRally-Chaos in PWRC

Nur sechs Teams reisten zum diesjährigen Auftakt der PWRC-Saison nach Monte Carlo. Die Teilnehmer griffen erst am Freitag Mittag ins Geschehen ein und Debütant Jasen Popov begann zunächst mit zwei Bestzeiten. Doch dank einer fulminanten Bestzeit in der sechsten Prüfung, konnte der Japaner Fumio Nutahara im neuen Mitsubishi Lancer Evo IX die Führung erobern.

Zu diesem Zeitpunkt kämpfte Jari-Matti Latvala mit Problemen an der Benzinzufuhr seines von Tommi Mäkinen aufgebauten Subaru Impreza WRX N12. Der junge Finne nutzte das SupeRally-Konzept für die drei Prüfungen am Freitag und die sechs des darauffolgenden Tages vollends aus und griff erst heute ins Geschehen ein. Nach sechs Bestzeiten sicherte er sich letztendlich vier Punkte für die Zielankunft als Fünfter.

Am Samstag übernahm zunächst Nasser al-Attiyah die Führung, doch Fumio Nutahara konnte schon bald die alte Hackordnung wieder herstellen und setzte sich von der Konkurrenz ab. Schrecksekunde dagegen am Ende des zweiten Tages beim OMV CEE World Rally Team. Das bulgarische Brüder-Paar beendete den Saisonauftakt nach einem Unfall bei der Abfahrt vom Col de Turini im Krankenhaus in Menton.

Der zweitplazierte al-Attiyah startete heute früh eine letzte Attacke auf den Führenden Japaner. Und der aus dem Qatar stammende Allrounder verkürzte schon in der Auftaktprüfung seinen Rückstand von 1:02.9 Minuten auf nur noch 8.6 Sekunden. Doch Nutahara konterte und zwang seinen Konkurrenten zu einem Fehler, der für ihn mit einem Motorschaden endete.

Dank der ab dieser Saison geltenden und frisch überarbeiteten SupeRally-Bestimmungen, beendete der Subaru-Pilot den Saisonauftakt jedoch als Dritter und das obwohl er die letzten vier Prüfungen auslassen musste. Zweiter wurde David Higgins mit 6:31.8 Minuten Rückstand auf Nutahara.

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