Spurensuche bei BFGoodrich

Mit einem Sieg könnte Sebastien Loeb nicht nur Weltmeister werden, sondern auch in die Fußstapfen von John Buffum treten, der die Rallye Zypern 1984 in einem BFGoodrich-bereiften Audi Quattro für sich entschied.

15. September 2006

Michael Heimrich

Spurensuche bei BFGoodrich

Amerikanische Rallyefans denken sicherlich gerne an den 30. September 1984 zurück. An jenem Tag gewann US-Boy John Buffum mit Beifahrer Fred Gallagher in einem Audi Quattro die Rallye Zypern – ein historischer Erfolg: Auf Straßenreifen von BFGoodrich dominierte der bis heute erfolgreichste Rallyefahrer der USA die namhafte Konkurrenz – darunter Jimmy McRae, Russell Brookes (beide Opel Manta 400) sowie Carlo Capone (Lancia Rally 037).

Bei brütender Hitze und den gewohnt brutalen Streckenverhältnissen ließ der Amerikaner seinen Rivalen vom Start bis ins Ziel keine Chance. Dank des offenen Laufflächenmusters seiner BFGoodrich Pneus konnte Buffum die Vorteile des Allradantriebs bestens ausschöpfen. ?Auf einer einzigen Prüfung haben wir mehr als eine Minute Vorsprung gegenüber der zweitschnellsten Zeit herausgefahren – und das, obwohl unsere Durchschnittsgeschwindigkeit lediglich 47 km/h betrug?, erinnert sich Beifahrer Fred Gallagher. ?Trotz der extrem schwierigen Prüfungen fingen wir uns während der gesamten Rallye keinen einzigen Reifenschaden ein. Kein schlechtes Zeugnis für Straßenreifen!?

In diesem Jahr wollen gleich mehrere BFGoodrich Partner den Triumph von John Buffum wiederholen und die weiße Weste der amerikanischen Marke in der Saison 2006 wahren. Bei elf Läufen fuhren die Partner der Spezialisten aus Clermont-Ferrand bisher elf Siege ein. Insbesondere die beiden Meisterschaftsführenden Sébastien Loeb im Citroën Xsara WRC sowie Marcus Grönholm (Ford Focus RS WRC06), die beide auf Pneus der amerikanischen Marke vertrauen, gelten als aussichtsreichste Kandidaten auf den Gesamtsieg. Der Elsässer, der in Limassol bereits im Vorjahr auf der höchste Stufe der Treppchens stand, könnte mit einem Sieg oder zweiten Platz gar seinen dritten Fahrertitel perfekt machen. Dafür dürfte Grönholm maximal zwei Punkte einfahren, also bestenfalls Rang sieben belegen.

Bis heute hat der Lauf, der seit 2000 der Weltmeisterschaft angehört, seinen Charakter nicht verloren: Der Rallye Zypern fordert Mensch, Fahrzeug und Reifen bis aufs Äußerste. Die Kombination aus mediterraner Hitze gepaart mit kurvenreichen und steinigen Pisten stellt einen einmaligen Mix in der Rallye-Weltmeisterschaft dar. Sowohl die Piloten als auch die Motoren bekommen durch das geringe Tempo kaum Abkühlung. Hinzu kommt, dass die vielen Kurven den Lenkradartisten keine Verschnaufpausen gönnen.

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