Solberg führt – Loeb patzt

Mit nur 1.5 Sekunden Vorsprung liegt Petter Solberg am Ende der ersten Etappe in Neuseeland vorn. Für Sebastien Loeb kam es knüppeldick.

7. Mai 2010

Michael Heimrich

Solberg führt – Loeb patzt

Schon vor dem Start hatte Sebastien Loeb kein gutes Gefühl was die Rallye Neuseeland anging und rechnete sich wenig Siegchancen aus.

Wie befürchtet verlor der WM-Spitzenreiter als erster Fahrer auf der Strecke von Beginn an wertvolle Sekunden, aber vor allem ein Fahrfehler auf der vierten Prüfung warf ihn weit zurück. Loeb rutschte beim Anbremsen einer langsamen Rechtskurve gegen ein Brückengeländer und beschädigte die Seite seines Citroen C4. An Ort und Stelle musste er die Fahrertür notdürftig mit einem Klebeband verschließen, um überhaupt weiterfahren zu können. Mit über 80 Sekunden Rückstand erreichte Loeb anschließend das Ziel und fiel in der Gesamtwertung auf Rang acht zurück.

Im kleinen Mittagsservice konnten die Citroen-Mechaniker den Schaden nur notdürftig beheben, dennoch konnte Loeb auf den restlichen Tagesprüfungen attackieren und verbesserte sich auf den siebten Platz, mit einem Rückstand von 1:21 Minuten. „Vielleicht ist noch ein Podiumsplatz drin, denn die Rallye dauert noch lang“, blickt der Franzose voraus. „Es wird aber ein hartes Stück Arbeit.“

An der Spitze lieferten sich unterdessen Dani Sordo, Sebastien Ogier, Jari-Matti Latvala und Petter Solberg einen spannenden Kampf um die Führung mit ständigen Positionswechseln. Auf der achten Prüfung setzte Solberg dann zum Sprung nach vorn an und eroberte mit einer klaren Bestzeit den Spitzenplatz. Damit geht der Citroen-Privatier am zweiten Tag als erster Fahrer auf die Strecke. „Es war ein richtiger guter Tag für uns“, freute sich Solberg. „Ich blieb locker, kontrolliert und fühle mich großartig. Das Wichtigste ist, dass Sebastien Loeb hinter mir liegt.“

Nur 1.5 Sekunden hinter Solberg liegt Jari-Matti Latvala auf Rang zwei. „Ich bin auf der achten Prüfung wirklich schlecht gefahren“, ärgerte sich der Finne über den Verlust der Führung. „Es war ein harter Kampf heute und morgen wird es wohl so weitergehen.“ – Dicht hinter Latvala erreichen Sebastien Ogier und Dani Sordo das Ziel.

Zu Mikko Hirvonen klafft eine größere Lücke. Der Ford-Pilot liegt mit 20.4 Sekunden Rückstand auf einen für ihn enttäuschenden fünften Rang. Hinter ihm folgt Matthew Wilson, der im Tagesverlauf durch Getriebeprobleme eingebremst wurde. Es war nicht das einzige Problem mit dem Wilson zu kämpfen hatte. Auf der dritten Prüfung zersplitterte die Seitenscheibe in seiner Fahrertür. „Ein echter Albtraum“, stöhnte Wilson, der plötzlich in einem Cockpit voller Scherben und Staub saß. „Wir fuhren eine lange Gerade und es fiel einfach zusammen. So etwas ist vorher noch nie passiert.“

LINK: Die Ergebnisse der Rallye Neuseeland…
GALERIE: Die Bilder der Rallye Neuseeland…

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