Premiere 2021

Sebastien Ogier steigt bei Extreme E ein

Bis Ende 2020 ist Sebastien Ogier Teil der Rallye-Weltmeisterschaft. Dann plant der Franzose den Ausstieg und hat für die Zeit danach bereits eine neue Aufgabe gefunden.

Formel E-Gründer Alejandro Agag wagt ein neues Projekt. Ab 2021 treten in der neuen Rennserie ‚Extreme E‘ alle Fahrer mit dem gleichen Elektro-Geländewagen an. Der 1.650 Kilo schwere Odyssey 21 leistet 400 Kilowatt (558 PS), beschleunigt in 4,5 Sekunden von null auf 100 und ist für extremes Gelände geeignet.

Marketing-Genie Agag nutzt den aktuellen Zeitgeist erneut geschickt aus und erklärt PR-trächtig, mit seiner neuen Meisterschaft auf Umweltzerstörungen aufmerksam machen zu wollen. Die Rennen sollen nur an Orten stattfinden, in denen die Umwelt stark belastet ist, wie zum Beispiel im Amazonas-Gebiet, wo Regenwald abgeholzt wird, oder in der Arktis, wo das Eis schmilzt. Laut Agag interessieren sich mehr Menschen für Motorsport als für Umweltdokumentationen. Er möchte ihnen Umweltschutz über den Motorsport näherbringen, so das noble Ziel des Spaniers.

Der Sieger muss schweigen

Weil die Orte oft abgelegen und nur schwer zu erreichen sind, wird eine Liveberichterstattung schwierig werden. Deshalb sollen die Rennen ein Jahr lang im Geheimen stattfinden. Erst später wird es eine große Berichterstattung geben.

Für den Transport der Fahrzeuge wurde ein 105 Meter langes ehemaliges Postschiff gewählt, das gleichzeitig als Fahrerlager und Unterkunft für Teams, Fahrer und Gäste dient. Um den Treibstoffverbrauch zu senken, soll es auch von einem gigantischen Windsegel angetrieben werden.

Erste Tests mit dem gerade vorgestellten Odyssey 21 beginnen im September. Bis März sollen von Spark Racing Technology zwölf Fahrzeuge aufgebaut und ausgeliefert werden. Zu den ersten Teams der Extreme E zählen Abt Sportsline und HWA.

Ogier wird Botschafter

Agag kann mittlerweile noch einen weiteren bekannten Namen verkünden. Rallye-Weltmeister Sebastien Ogier wird offizieller Botschafter der Extreme E und seine Erfahrungen sollen nicht nur in die Entwicklung des Odyssey 21 einfließen, er wird auch bei der Auswahl der Strecken mitreden können. „Wir könnten keinen Besseren an Bord haben“, freute sich Agag über seinen Coup.

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