Die Saison 2027 rückt näher, doch die Diskussionen über das neue technische Reglement sind noch in vollem Gang. Von den aktuellen Herstellern entwickelt derzeit nur Toyota ein Fahrzeug für die neue Rally1-Generation. Von Hyundai und M-Sport Ford fehlt bislang ein klares Bekenntnis zum neuen Reglement. Entsprechend wächst der Druck auf die Verantwortlichen, die nun mit neuen Vorschlägen eine Lösung finden wollen.
Um die Spitze wie geplant breiter aufzustellen, steht zur Debatte, die Rally2-Autos für Einsätze in der Topkategorie mit größeren Heckflügeln und geänderten Frontschürzen auszustatten. Toyota unterstützt diesen Ansatz, und Teamchef Jari-Matti Latvala sieht zwischen den künftigen Fahrzeugkonzepten generell nur geringe Unterschiede. Gerade zu Beginn der neuen Ära erwartet er ein engeres Feld.
„Die Konzepte sind sehr ähnlich. Deshalb dürfte es anfangs auch die eine oder andere Überraschung geben. Vor allem, wenn die FIA gemeinsam mit den Herstellern und dem neuen Promoter für die in der Topkategorie startenden Rally2-Autos eine etwas größere Aerodynamik verabschiedet“, wirbt Latvala gegenüber Motorsport aktuell für die Idee.
Genau an diesem Punkt gibt es jedoch Widerstand. Skoda, Lancia und Citroën sollen gegen eine solche Aufrüstung sein. Die Hersteller setzen ihre Rally2-Modelle in zahlreichen nationalen und internationalen Serien ein und wollen offenbar vermeiden, ihre Kundensportautos technisch umfangreich umbauen zu müssen.
