Paddon muss nach Unfall auf Neustart verzichten

Nach seinem Unfall auf der siebten Prüfung der Rallye Portugal musste Hayden Paddon die Nacht im Krankenhaus verbringen und wird nicht erneut an den Start gehen können. Das schmerzt den Neuseeländer doppelt.

19. Mai 2018

Michael Heimrich

Paddon muss nach Unfall auf Neustart verzichten

Es sind nur wenige Chancen, die Hayden Paddon in diesem Jahr bekommt, um sich seinen Stammplatz im Hyundai-Werksteam zurückzuholen. In Portugal war er nach mehrwöchiger Pause wieder zurück und nutzte seine späte Startposition optimal aus. Paddon übernahm die Gesamtführung, ehe ihm die ‚Porta De Lima‘-Prüfung erneut zum Verhängnis wurde. 
Der Neuseeländer wollte in der Innenseite einer Rechtskurve einem dicken Steinbrocken ausweichen, doch dabei geriet er zu weit nach links und krachte in einem Graben gegen einen Abwasserkanal. Der Einschlag war so heftig, dass nicht nur das linke Vorderrad abgerissen wurde, Paddon zog sich auch leichte Verletzungen zu und wurde per Helikopter in ein Krankenhaus gebracht.
Am späten Abend konnte zwar Entwarnung gegeben werden, doch die Ärzte empfahlen Paddon die Nacht im Krankenhaus zu verbringen. Nicht nur der erhoffte Neustart am Samstag ist damit Geschichte, sondern auch die Möglichkeit, sich mit einer Top-Platzierung für 2019 zu empfehlen.

Meeke auf der Felge

Vor dem Start der heutigen Etappe liegt Paddons Hyundai-Teamkollege Thierry Neuville mit 17,7 Sekunden Vorsprung in Führung. Zweiter ist M-Sport-Pilot Elfyn Evans, auf dem dritten Rang folgt Dani Sordo. Kris Meeke büßte den Platz auf dem Treppchen ein, weil er die letzten beiden Zuschauerprüfungen sprichwörtlich auf der Felge absolvierte. Weil er sich am Nachmittag zwei Reifenschäden eingefangen hatte, aber nur ein Ersatzrad mit sich führte, fuhr er die abgesperrte Strecke absichtlich mit dem beschädigten Rad, um anschließend wieder auf den weniger beschädigten Reifen zu wechseln, damit er den Weg in den Service schaffte.
Meeke fiel auf den siebten Rang zurück und muss am Samstag als Zweiter losfahren. „Da werden wir schön die Strecke kehren müssen und noch weiter verlieren“, sagte Meeke. „Aber ich werde alles geben.“

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