Ogier war „überrascht“ und Wilson „geschockt“

Titelverteidiger Sebastien Ogier und Beifahrer Julien Ingrassia liefern auf den Asphaltprüfungen der Rallye Korsika eine überlegene Vorstellung ab. Das kommt selbst für die beiden überraschend.

9. April 2018

Michael Heimrich

Ogier war „überrascht“ und Wilson „geschockt“

Sebastien Ogier fackelte nicht lange. Bereits auf der ersten Prüfung der Rallye Korsika setzte er eine deutliche Bestzeit und zeigte den Gegnern, an wem sie vorbei müssen, wenn sie sich Gedanken über den Sieg machen wollen. Allerdings war kein Konkurrent in der Lage, das Tempo von Ogier mitzugehen, der es sich frühzeitig leisten konnte, nicht mehr ans Limit gehen zu müssen.
„Ich habe einen deutlich engeren Kampf erwartet“, gab Ogier zu. „Normalerweise sind die Abstände sehr eng und das wir einen so deutlichen Abstand am Anfang herausfahren konnten, war eine schöne Überraschung.“ 
Auch M-Sport-Chef Malcolm Wilson musste am Freitagmorgen gleich zwei Mal auf die Zeitentabelle sehen. „Als wir die ersten Zwischenzeiten sahen, waren wir geradezu geschockt, wie schnell Sebastien Ogier fuhr", meinte Wilson, der voll des Lobes für seinen teuersten Angestellten und dessen Beifahrer Julien Ingrassia war. „Schon in Mexiko glaubten wir, eine der bis dato besten Vorstellungen der beiden überhaupt gesehen zu haben. Dass sie dies hier nun auf Asphalt wiederholen konnten, gibt dem ganzen Team natürlich enormen Auftrieb.“ 
Während Titelkonkurrent Thierry Neuville das ganze Wochenende über die Balance seines Hyundai i20 WRC klagte, kommt Ogier mit seinem Fiesta WRC immer besser in Fahrt. Der Ärger aus dem Vorjahr ist längst vergessen, die erweiterte Unterstützung durch Ford macht sich bemerkbar. „Es scheint alles in die richtige Richtung zu weisen. Die Weiterentwicklung des Fiesta funktionieren und ich fühle mich mit dem Auto immer besser verbunden“, sagte Ogier. „Aber auf zwei guten Ergebnissen in Folge dürfen wir uns jetzt nicht ausruhen. Wir müssen weitermachen.“
In Kürze soll die Aerodynamik des Fiesta WRC überarbeitet werden, bereits auf der Rückreise von der Rallye Mexiko machte das Auto einen Abstecher in den Windshear-Windkanal nahe Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina, wo Ford Performance sein NASCAR- und GT-Programm entwickelt. Die dort gewonnenen Erkenntnisse dienen in erster Linie dazu, die CFD-Simulationen (Computational Fluid Dynamics) von M-Sport zu validieren. 

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