Mit hohen Erwartungen war Hyundai nach Portugal gereist und auf Schotter zeigte sich, dass der i20 Rally1 deutlich wettbewerbsfähiger als bei den vorangegangenen Läufen der Saison 2026 war. Nach jeder Wertungsprüfung lag mindestens ein Hyundai-Pilot in den Top 3. Thierry Neuville nutzte schließlich die Probleme von Sebastien Ogier aus und sicherte sich den Sieg mit 16,3 Sekunden Vorsprung.
„Portugal ist für das Team sehr wichtig“, erklärte Neuville. „Es zeigt, dass wir immer noch gewinnen können, und gibt dem Team einen guten Selbstvertrauensschub. Für mich persönlich war das Wichtigste zu sehen, dass wir regelmäßig an der Spitze mitkämpfen konnten und die Leistung das ganze Wochenende über da war. Auch, dass wir unser Wochenende irgendwie aufbauen und managen konnten, denn wenn man dieses Gefühl und die nötige Leistung nicht hat, um sein Wochenende zu managen, funktioniert es normalerweise nicht.“
Besondere emotionale Bedeutung erlangte der Erfolg durch die Ereignisse bei der Rallye Kroatien, wo Neuville mit deutlichem Vorsprung in Führung liegend auf der Power-Stage durch einen Fehler ausgeschieden war. Diesen bitteren Rückschlag konnten Neuville und sein Beifahrer Martijn Wydaeghe nun erfolgreich hinter sich lassen.
„Wie ich schon sagte, brauchte das Team diese Bestätigung, dass wir noch fähig sind zu gewinnen“, fügte Neuville hinzu. „Und das sollte allen im Team einen guten Schub an Selbstvertrauen geben, denn wenn man hart arbeitet und die Dinge manchmal nicht so laufen, wie man will, oder sogar in die falsche Richtung gehen, kann man sich selbst in Frage stellen. Ich denke, viele Leute hatten damit zu kämpfen, aber es sollte eine kleine Bestätigung für sie sein, dass wir, wenn wir die Dinge richtig anpacken und konstruktiv arbeiten, ein wettbewerbsfähiges Paket haben können.“
Mit der Rallye Japan steht Ende des Monats allerdings noch ein Asphaltlauf auf dem Programm, ehe es Ende Juni in Griechenland wieder zurück auf Schotter geht.
