Nach fünf Toyota-Siegen zum Auftakt der WM-Saison setzte Hyundai bei der Rallye Portugal ein wichtiges Zeichen. Thierry Neuville gewann den ersten klassischen Schotterlauf des Jahres und brachte damit nicht nur sein Team, sondern auch den Titelkampf wieder in Schwung.
„Wir sind sehr glücklich über unseren ersten Sieg des Jahres. Er war längst überfällig“, sagte Neuville. „Wichtig war, dass wir über das gesamte Wochenende konkurrenzfähig waren. Das ist ermutigend für die Zukunft.“
Trotz des Erfolgs rechnet Neuville bei der Rallye Japan mit einem schwierigen Wochenende. Die Weltmeisterschaft wechselt zurück auf Asphalt, und genau dort zeigte Hyundai zuletzt Schwächen. Auf den glatten Straßen von Gran Canaria war Toyota klar überlegen. In Kroatien lag Neuville zwar auf Siegkurs, schied jedoch nach einem Unfall auf der letzten Wertungsprüfung aus.
„Wir wissen, dass wir auf Asphalt noch immer um Performance kämpfen. Deshalb erwarten wir in Japan ein schwieriges Wochenende“, erklärte Neuville.
Die Rallye Japan findet in dieser Saison nicht wie zuletzt im November statt, sondern deutlich früher im Kalender. Dadurch dürften zwar weniger Herbstlaub und Verunreinigungen auf den Straßen liegen, starke Regenfälle könnten die Bedingungen aber erneut erheblich erschweren.
Neuville beschreibt die japanischen Asphaltprüfungen als besonders anspruchsvoll: „Das ist eine der kurvenreichsten Rallyes im WM-Kalender und wahrscheinlich auch eine der langsamsten. Die Besichtigung ist sehr fordernd, weil wir extrem viele Aufschriebe machen müssen.“
Viele Kurven ähnelten sich stark, so Neuville weiter. Deshalb komme es darauf an, sie sauber voneinander zu unterscheiden und die richtige Geschwindigkeit einzuschätzen. „Mein Ziel ist es, konkurrenzfähig zu sein und um eine gute Position zu kämpfen.“
Bei der Rallye Japan stehen 20 Wertungsprüfungen mit etwas mehr als 300 Prüfungskilometern auf dem Programm. Der Auftakt erfolgt am Donnerstag mit dem Shakedown.

