Neuville: Deutschland-Sieg nicht drin

2013 hieß es Thierry Neuville gegen Dani Sordo, Ford Fiesta gegen Citroën DS3. 2014 sitzen beide im Hyundai i20 und Neuville erwartet keine Neuauflage des Duells um den Sieg.

13. August 2014

Michael Heimrich

Neuville: Deutschland-Sieg nicht drin

Das Duell um den Deutschland-Sieg 2013 wurde erst auf den letzten Metern entschieden. Thierry Neuville startete mit drei Sekunden Rückstand auf Dani Sordo in die letzte WP, kam aber wenige Kilometer vor der Ziellinie von der Straße ab. Trotz des Ausflugs durch die Wiese reichte es für Rang zwei. Und Dani Sordo feiert seinen ersten WM-Sieg überhaupt.
Dieses Jahr sind Neuville und Sordo Teamkollegen. Dass es für die beiden wieder ganz nach vorne geht, bezweifelt Neuville. „Das war eine enge Geschichte! Natürlich erinnere ich mich an das Finale. Wir hatten einen Reifenschaden und dann ging es geradeaus, aber wir haben Rang zwei noch ins Ziel gebracht. Das war ein tolles Resultat“, blickt Neuville im Interview mit WRC.com zurück.
„Aber dieses Jahr ist das Ziel ein anderes. Natürlich würde ich gerne um den Sieg kämpfen, aber derzeit können wir nicht bei jeder Rallye vorne mitfahren.“ Allerdings erwartet Neuville für das Asphalt-Debüt mit dem i20 keine Schwierigkeiten. „Die Situation ist die gleiche wie letztes Jahr im Fiesta, das war auch kein Problem für mich. Ich bin immer ein Asphalt-Spezialist gewesen und komme auf diesem Untergrund schnell zurecht“, meinte der 26-jährige, der zu dem auf die verbesserte Version seines Autos setzt.
„Die Straßen sind schmal, es gibt viele Cuts und dadurch Schmutz auf der Fahrbahn. Das Gripniveau wechselt ständig, das macht Deutschland zu einer Herausforderung. Außerdem kann es zwischendurch immer wieder regnen, wodurch die Reifenwahl zu einem entscheidenden Faktor werden kann. Man muss ordentlich vorbereitet sein“, erklärt der Belgier. „Aber eine Menge Fahrer mögen diese Bedingungen und es geht immer äußerst eng zu. Das macht das Ganze noch interessanter.“
Auf die Unterstützung seiner Fans kann Neuville auch dieses Jahr wieder zählen. Der Freitag führt das WM-Feld nah an die belgische Grenze und Neuvilles Heimat. „Eine der Prüfungen ist nur 30 Kilometer von zu Hause entfernt. Ich hoffe, dass sich das auch viele Fans aus Belgien anschauen werden.“

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