Neue WRCs: FIA will Klarheit schaffen

Nicht nur Toyota möchte wissen, in welche Richtung sich das technische Reglement für World Rally Cars künftig bewegen wird. Laut Aussage von FIA Rallye-Kommissionschef Carlos Barbosa klopfen auch andere Hersteller an die Tür. Jetzt will der Weltverband Klarheit schaffen.

26. März 2014

Michael Heimrich

Neue WRCs: FIA will Klarheit schaffen

Seit die Informationen über die ersten Testfahrten des Yaris WRC bekannt wurden, dürfte jedem klar sein: Toyota ist stark an einem Comeback in der Rallye-Weltmeisterschaft interessiert. Noch wird das Projekt als Fingerübung der Toyota Motorsport GmbH (TMG) deklariert, aber in Japan laufen längst die Vorbereitungen für eine Rückkehr.

Entsprechend intensiv betrachtet Toyota die möglichen technischen Entwicklungen in der Rallye-WM. Während die Formel-1 in dieser Saison ein enormen Schritt in Richtung Energierückgewinnung und neue Technologien wagte, steht noch nicht fest, wie die künftigen World Rally Cars aussehen werden. Versuche Hybridantriebe – ein Steckenpferd von Toyota – zu etablieren, scheiterten bislang. Außer einer Hybrid-Studie von Citroen tat sich in diesem Bereich nichts, obwohl FIA-Präsident Jean Todt einen Einsatz solcher technischen Möglichkeiten bei seinem Amtsantritt forderte.

„Neue Hersteller wollen kommen. Aber sie müssen wissen, was 2017 passieren wird und sie müssen es jetzt wissen, denn sie wollen ein Auto bauen“, betont FIA Rallye-Komissionschef Carlos Barbosa gegenüber Autosport die Wichtigkeit schneller Entscheidungen seitens des Weltverbands.

Bereits in Portugal will man sich jetzt an einen Tisch setzen und das neue Reglement möglichst bald verabschieden. Nach Ansicht von Barbosa soll gegen Ende des Jahres Klarheit herrschen, wohin die Reise in der Topliga gehen wird. „Wir können nicht bis nächstes Jahr warten, die Hersteller haben sonst nicht genügend Zeit, um ihr 2017er Auto zu bauen und zu testen“, sagte Barbosa.

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