M-Sport: Voller Fokus auf 2022

Verpatzter Saisonstart, Corona-Pandemie und neue Hürden durch den Brexit. M-Sport Teamchef Richard Millener muss im Moment an vielen Fronten kämpfen und gleichzeitig ein konkurrenzfähiges Hybrid-WRC entwickeln lassen.

3. Februar 2021

Michael Heimrich

M-Sport: Voller Fokus auf 2022

Seit Jahren behauptet sich M-Sport in der Rallye-Weltmeisterschaft erfolgreich gegen die Werksteams. Daran soll sich auch im kommenden Jahr nichts ändern, wenn die neuen World Rally Cars mit Hybrid-Antrieb ihre Premiere feiern.

„Das Design ist so gut wie fertig, das erste Chassis braucht noch ein paar Wochen. Ich denke, vor Mai oder Juni werden wir nicht zum Testen kommen“, erklärte M-Sport Teamchef Richard Millener gegenüber Motorsport aktuell die nächsten Schritte. Durch die Corona-Pandemie geriet nicht nur der Zeitplan bei M-Sport ins Stocken. „Wir warten auf die erste Hybrideinheit. Haben wir das System im Haus, können wir beginnen, ins Detail zu gehen, angefangen bei der Platzierung oder auch Kühlung des Systems“, so Millener.

Das einheitliche Hybridsystem wird von der Schaeffler-Tochter Compact Dynamics geliefert und umfasst Motorgenerator, Steuereinheit und Batterie, diese kommt von Kreisel Electric.

Abschied vom Fiesta?

Spekuliert wird, ob M-Sport künftig auf den Ford Puma als Basisfahrzeug für das World Rally Car setzen wird. Millener lässt sich nicht in die Karten schauen, deutet aber an, dass die ersten Testfahrten mit dem Hybrid-WRC direkt Aufschluss geben werden: „Wir werden das System für Testzwecke nicht in ein altes WRC-Chassis einbauen. Das macht für uns keinen Sinn.“

Auch wenn die offizielle Unterstützung durch Ford fehlt, so kann man dennoch auf Ressourcen beim Partner zurückgreifen und verschiedene Konzepte simulieren. Millener hofft aber nicht nur bei der Technik auf Augenhöhe mit Hyundai und Toyota zu sein, sondern auch was die Besetzung der Autos angeht. „Alles was zählt, ist, dass wir 2022 mit einem konkurrenzfähigen Auto am Start stehen. Sollte dann noch ein Topfahrer zu uns stoßen, sind wir wieder vorne dabei“, sagte der Engländer.

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