Lappi: Tidemand als größte Herausforderung

Mit Spannung wird das WM-Debüt des neuen Fabia R5 bei der Rallye Portugal erwartet. Dass Skoda mit diesem Werkseinsatz die Messlatte in der WRC2 weit nach oben schiebt, ist allen Beteiligten bewusst. Unklar bleibt dagegen, wie das interne Duell zwischen Esapekka Lappi und Pontus Tidemand ausgeht.

18. Mai 2015

Michael Heimrich

Lappi: Tidemand als größte Herausforderung

Walter Röhrl brachte es wie so oft auf den Punkt: „Es gibt immer nur einen Gegner und das ist dein Teamkollege! Alle anderen haben ein besseres Auto.“ 
An die Worte des Ex-Weltmeisters wird sich Esapekka Lappi erinnern, wenn er am kommenden Wochenende seine Rückkehr in die Weltmeisterschaft feiert. Bei der Rallye Portugal trifft er zwar auf ein großes Feld in der WRC2-Kategorie, aber der Finne hat vor allem seinen neuen Teamkollegen Pontus Tidemand im Blick. Der Skoda-Neuzugang soll bei Testfahrten mit dem neuen Fabia R5 mehr geglänzt haben, als es Lappi recht sein kann. Ein Machtwechsel im Skoda-Lager deutet sich erstmals zart an.
Lappi lässt sich äußerlich nicht aus der Ruhe bringen. Er kehrt mit guten Erinnerungen nach Portugal zurück, Bei seinem letzten WM-Auftritt im April 2013 konnte er hier den Sieg einfahren. „Es wäre natürlich toll, wenn wir an diesen Erfolg direkt anknüpfen könnten. Aber wir müssen uns mit dem neuen Auto zunächst einmal an das Limit herantasten, außerdem ist die Strecke komplett neu“, sagte Lappi.
Auch Tidemand hält sich bedeckt und reiht sich brav ins Team ein. „Es ist großartig, dass ich bei so einer erfolgreichen Marke wie Skoda den nächsten großen Karriereschritt machen kann“, so Tidemand. „Dass wir mit dem neuen Fabia R5 in der Rallye-Weltmeisterschaft antreten dürfen, ist dabei natürlich die Krönung.“
Tidemand hat die längste Anreise zur Rallye Portugal. Am vergangenen Wochenende verteidigte er bei der Rallye Neukaledonien mit Platz zwei seine Tabellenführung in der Asien-Pazifik-Meisterschaft. Den Gesamtsieg schnappte sich sein Teamkollege Gaurav Gill, nachdem sich Tidemand einen Reifenschaden einfing und beim anschließenden Wechsel über zwei Minuten verlor. 

Ergebnis Rallye de Nouvelle-Calédonie 2015

1. Gill/MacNeall Skoda Fabia S2000 29:16,4
2. Tidemand/Axelsson Skoda Fabia S2000 +0:39,6
3. Leyraud/Beckwith Skoda Fabia S2000 +6:32,2
4. Creugnet/Delrieu Mitsubishi Lancer Evo IX R4 +7:49,5
5. Guigou/Gaspard Renault Clio R3T +10:39,0
6. Dalstein/Dalstein Mitsubishi Lancer Evo IX +11:27,1
7. Martin/Mouazan Citroën DS3 R3T +17:17,7
8. Blanche/Gaspard Renault Clio R3 +24:23,4
9. Cazalas/Calvet Ford Fiesta R2 +26:01,0

GALERIE: Skoda Fabia R5-Test Portugal



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