Keiner will der Schnellste sein

Die üblichen Taktikspiele würfeln das Klassement am Ende der ersten Etappe noch einmal gehörig durcheinander. Jari-Matti Latvala tritt die Flucht nach vorn an.

1. April 2010

Michael Heimrich

Keiner will der Schnellste sein

Mit über 30 Sekunden Vorsprung startet Jari-Matti Latvala in die zweite Etappe der Rallye Jordanien. Seine direkten Konkurrenten Petter Solberg und Dani Sordo, die im Tagesverlauf nur wenige Sekunden hinter dem Finnen lagen, gingen auf der letzten Prüfung bewusst vom Gas, um sich eine gute Ausgangsposition für morgen zu erarbeiten. „Wir sind jetzt die Ersten und müssen dementsprechend attackieren“, erklärte Latvala.

Die langsamen Fahrten von Solberg und Sordo spülten Sebastien Ogier auf Platz zwei nach vorn und Sebastien Loeb beendet die Etappe als Dritter. „Es war ein harter Tag für uns“, stöhnte der Weltmeister, der als erster Fahrer auf der Strecke deutliche Nachteile hatte. Petter Solberg ist dagegen mit seinem vierten Platz mehr als zufrieden: „Wir machen es diesmal anders als in Mexiko. Ich kann machen was ich möchte und ich hoffe, diesmal klappt unsere Taktik besser. Auf jeden Fall wird es noch eine schwere Rallye, aber ich bin guter Dinge.“

Solberg kam ebenfalls entgegen, dass die Offiziellen auf eine Zeitstrafe gegen ihn und Latvala verzichteten. Beide Fahrer waren eine Minute zu spät zum Start der dritten Prüfung gekommen. Zunächst erhielten sie zehn Strafsekunden, konnten jedoch argumentieren, dass sie der Straßenverkehr auf der Verbindungsetappe aufgehalten hatte.

Auch Mikko Hirvonen konnte mit seinem fünften Rang leben. „Man weiß nie ob diese Entscheidung die richtige war. Aber es kommen noch zwei Tage und für uns ist alles drin“, erklärte der Finne. Auf Anordnung der Teamleitung musste sich der bislang Drittplatzierte Dani Sordo bis auf Platz sechs zurückfallen lassen. „Ich sollte hinter den Ford-Piloten ankommen“, gab der Spanier zu.

Unauffällig kommen die Stobart-Piloten Henning Solberg und Matthew Wilson durch den Tag und belegen am Abend die Ränge sieben und acht, vor Frederico Villagra. Bei der höchst anspruchsvollen Rallye Jordanien bleibt Kimi Räikkönen bislang fehlerlos und beendet die Etappe als Zehnter.

LINK: Die aktuellen Ergebnisse der Rallye Jordanien…
GALERIE: Die Bilder der Rallye Jordanien…

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