Kehrt Ott Tänak zu M-Sport zurück?

Toyota lockt mit mehr Geld. Hyundai legt noch ein paar Scheine obendrauf und trotzdem macht sich M-Sport-Chef Malcolm Wilson große Hoffnungen, dass Ott Tänak künftig wieder für ihn fährt.

8. August 2019

Michael Heimrich

Kehrt Ott Tänak zu M-Sport zurück?

Noch bevor Ott Tänak in Finnland seinen zehnten WM-Sieg feierte, war der Este das Gesprächsthema im Servicepark – allen voran bei den Teamchefs. Wie schon in Portugal und auf Sardinien konnte man seinen Manager Markko Märtin bei M-Sport, Hyundai und Toyota antreffen. Tänak ist die Königsfigur auf dem Transfermarkt und nach zwei Toyota-Jahren scheint ein erneuter Wechsel am Saisonende durchaus möglich.

„Ich habe mehrere und ähnlich gute Angebote“, sagt der 31-Jährige. Mit einer Entscheidung will er nicht mehr lange warten. Bis zur Rallye Deutschland soll Klarheit herrschen. „Ich will mit freiem Kopf um den Titel kämpfen. Es wäre schön, wenn bald alles erledigt ist.“

Toyota will beim ohne Erfolgsprämien auf rund zwei Millionen Euro geschätzten Jahresgehalt deutlich nachlegen. Hyundai lockt angeblich mit einem noch höheren Salär und will scheinbar alles daransetzen, mit Thierry Neuville und Tänak ein neues Traum-Duo aufzubauen.

Hat Wilson ein Ass im Ärmel?

Bei solch hohen Fahrergehältern kann M-Sport-Chef Malcolm Wilson nicht mithalten und trotzdem macht sich der Brite große Hoffnungen auf eine Rückkehr seines ehemaligen Schützlings. Wilsons angeblicher Trumpf in der Hinterhand: Er hat Tänak, dessen Karriere bereits zu Ende schien, nicht nur eine zweite Chance gegeben, sondern soll ihn auch langfristig an sich gebunden haben.

Kehrt Tänak zu M-Sport zurück, dann ist Wilson überzeugt, dass er bei Ford zusätzliches Budget lockermachen kann, damit der Este im Ford Fiesta WRC konkurrenzfähig ist. Wie man trotz geringer Mittel große Erfolge einfahren kann, zeigte M-Sport in den letzten Jahren: Sebastien Ogier holte im Ford zwei Mal den Fahrertitel.

Ein weiterer Pluspunkt für M-Sport: Alle Fahrer beschwören die tolle Stimmung im Team, während es zwischen Tänak und Toyota-Teamchef Tommi Mäkinen bereits mehrfach zu atmosphärischen Störungen gekommen ist. Sein Landsmann Esapekka Lappi suchte bereits das Weite und fährt nun für Citroën.

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